Verkehr: Belastbar, aber nicht mehr gut in Schuss - Irreler Talbrücke wird saniert

Verkehr : Belastbar, aber nicht mehr gut in Schuss - Irreler Talbrücke wird saniert

Eines der größten Straßenbauprojekte im Eifelkreis beginnt am Montag: die Sanierung der Irreler Talbrücke.

  Sie ist hoch, viel befahren, belastbar, aber nicht mehr gut in Schuss: die Irreler Talbrücke auf der B 257. Deshalb soll sie ab Montag, 11. Juni, auf  Vordermann gebracht  werden. Dass Sanierungsbedarf besteht, weiß man beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein schon seit einer Untersuchung vor zwei Jahren. „Damals  wurde festgestellt, dass die Brücke zwar den geforderten Belastungen standhält, aber eine Generalsanierung benötigt“, sagt Oliver Arimond, der beim  LBM für Brückenbauwerke zuständig ist. Diese Überprüfungen finden laut Arimond regelmäßig statt. Das Maß aller Dinge ist dafür das „Lastmodell LM1 seit Eurocode“, bei dem man feststellt, ob die Brücke dem Verkehr standhält.  Da der Verkehr ständig zugenommen habe, gelte nun dieses neue  und strengere Lastmodell, um sicherzustellen, dass die Brücken noch tragfähig seien.

So auch in Irrel. Da ist zwar lastentechnisch alles paletti. Aber es gibt andere Probleme. Denn das Bauwerk, das in den 70er Jahren gebaut wurde, ist noch nie  umfassend saniert worden. Nun hat die Trierer Firma Köhler Sonderbau einiges zu tun: Bis voraussichtlich August 2019  soll sie Folgendes bewerkstelligen:  Erneuerung der Abdichtung und des Fahrbahnbelags, der Kappen, Geländer, Schutzeinrichtungen sowie der Fahrbahnübergänge, Betonsanierung und Risseverpressung.

 Ein enormes Paket, das den Bund 1,8 Millionen Euro  kostet. Und die Autofahrer eventuell Nerven. Denn während der Bauarbeiten auf der 250 Meter langen Strecke des Überbaus und den jeweils  15 Meter langen Anschlussbereichen wird der Verkehr mit einer Baustellenampel geregelt, so dass immer nur eine Spur befahren werden kann. Und die B 257 ist mit 10 000 Fahrzeugen am Tag keine wenig befahrene Strecke, besonders während des starken Pendler-Verkehrs morgens und abends. Dennoch befürchtet Arimond keine längeren Staus.  Immerhin habe man bei anderen Bauvorhaben auf der B 257 schon öfter mit dieser Ampelregelung gearbeitet.

Und in der  „Winterpause“ geht es sogar ganz ohne Ampeln. Denn dann soll die Baustelle so hergerichtet werden, dass der Verkehr ohne Lichtzeichen rollen kann.

Aber nicht nur die Fahrer oben, auch diejenigen unter der Brücke werden durch das Projekt Veränderungen hinnehmen müssen. Denn die Parkplätze unterhalb des Brückenbauwerkes in Irrel müssen während der gesamten Bauzeit abgesperrt werden.

Der Grund: Unter der Brücke werden am Kreisel in Irrel vom 25. Juni bis voraussichtlich zum 6. Juli  Gerüste aufgestellt. Daher, so der  LBM, könne es in dieser Zeit es zeitweise zu Sperrungen im Kreisel kommen. Der Verkehr wird dann via Ampeln geregelt und durch den Ort umgeleitet. Sogar die Radler müssen in diesem Zeitraum andere Wege erkunden. Denn der unter der Brücke verlaufende Prümradweg ist gesperrt.

Für die Autofahrer wird es allerdings schon ein wenig umständlicher, wenn der Baustellenampel auf der Brücke entgehen wollen. Eine Umleitung durch Irrel auf dem Weg nach Echternach ist eher mühsam und dürfte die Anwohner  auch nicht erfreuen. Und über Menningen und Minden? Geht nicht. Und zwar wegen einer anderen Brücke, die ebenfalls wegen Bauarbeiten gesperrt ist: der Prümbrücke. Aber Arimond  rechnet damit, dass sie in drei Monaten wieder befahrbar ist. Dann dürfte der Weg an die Sauer - falls die Ampeln auf der Talbrücke  nerven - für Autofahrer zumindest über  Minden wieder  ohne Behinderungen zu bewältigen sein.

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