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Bereit für das Dampfspektakel

Bereit für das Dampfspektakel

Rechtzeitig zum großen Dampfspektakel ist auch das Eisenbahnmuseum in Jünkerath wieder geöffnet. Den Winter über wurde der Ausstellungsraum vergrößert. Dort sind ab heute Dienstmützen aus allen Epochen der Bahngeschichte zu sehen.

Jünkerath. (now) Mit Volldampf kommt ein Großereignis auf die Region zu: 175 Jahre Deutsche Eisenbahn werden vom 2. bis zum 6. April mit einem Dampfspektakel in Gerolstein gefeiert, bei dem auf allen noch bestehenden Eifelstrecken historische Lokomotiven wieder Fahrt aufnehmen. Das Jünkerather Eisenbahnmuseum ist Teil der nostalgischen Veranstaltung.

Die Sonderausstellung "Eifelbahn Kall - Trier", die das Dampfspektakel begleitet, ist dieses Jahr nicht die erste und einzige Herausforderung für die Eisenbahnfreunde Jünkerath. In monatelanger Arbeit wurde das kleine Eisenbahnmuseum um einen Ausstellungsraum vergrößert. Dort wird ab dem heutigen Mittwoch neben vielen faszinierenden Zeugnissen der 140-jährigen Eisenbahngeschichte Jünkeraths eine Sammlung gezeigt, vor der man den Hut ziehen muss: Fast 100 Dienstmützen aus allen Epochen der Reichs- und Bundesbahn und der Länderbahnen sind hier zu bewundern.

Nicht zufällig ist Jünkerath Standort eines Museums der Eisenbahngeschichte. Einst war der Ort ein Knotenpunkt der Eifelbahn, an dem bis zu 1000 Menschen Arbeit fanden; bis heute ist allerdings kein einziger Arbeitsplatz erhalten geblieben.

Viele der historischen Schätze, die das Museum beherbergt, wurden dem Verein von ehemaligen Eisenbahnern vermacht. Aber es gab auch waghalsige Rettungsaktionen, an die sich die Vorsitzenden Wolfgang Kreckler und Rainer Helfen erinnern: "Beim Abriss einiger Bahnhofsgebäude haben wir in den Kellern fieberhaft alte Kostbarkeiten gesucht, während über unseren Köpfen die Bagger wüteten." Und einigermaßen fassungslos fügen sie hinzu: "Einige der historischen Pläne haben wir sogar im Altpapier gefunden!"

Vorträge und Seminare erweitern das Angebot



Das im August 2008 eröffnete Eisenbahnmuseum - nicht zu verwechseln mit dem benachbarten Eisenmuseum - befindet sich in den Kellerräumen der früheren Jünkerather Berufsschule, die die Eisenbahnfreunde in Tausenden von ehrenamtlichen Arbeitsstunden instand setzten. Umso mehr freuen sich der Vorstand und die 100 Mitglieder der Eisenbahnfreunde über die wachsende Beliebtheit ihres kleinen Museums. Nicht nur die wertvollen Exponate, sondern auch das große Angebot an Vorträgen und Seminaren ziehen immer mehr interessierte Menschen an. Bei freiem Eintritt finden bis zu 60 Personen Platz. Der nächste Vortrag ist am Samstag, 20. März, um 16 Uhr, und hat die Schienenverbindung durch verkehrsungünstiges Hügelland zum Thema: "Die Eifelbahn von Kall nach Trier".

Das Eisenbahnmuseum ist jeden Mittwoch von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Weitere Infos rund um die Eisenbahn in Jünkerath und den Verein im Internet unter www.eisenbahnmuseum-juenkerath.de oder eisenbahnfreunde-juenkerath.de