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"Beruf kommt von Berufung"

"Beruf kommt von Berufung"

BITBURG. Zu Beginn des Schuljahres startete die Edith-Stein-Hauptschule zusammen mit dem Berufsbildungszentrum (bebiz) Bitburg das Berufserkundungsprojekt, bei dem Schüler der achten Klasse praktische Berufserfahrung sammeln konnten.

"Man kann alles schaffen, wenn man sich anstrengt." Diese Meinung vertritt die Regierungsschuldirektorin Margret Meier von der ADD Trier. Und diese gab sie im Rahmen einer Feierstunde an die Teilnehmer des Berufserkundungsprojekts weiter. Die 23 Jungen und Mädchen der 8b der Edith-Stein-Hauptschule erhielten dabei ein Zertifikat über ihre geleistete Arbeit im bebiz im vergangenen Halbjahr.Ausgefallene Stunden werden nachgeholt

Seit Beginn des Schuljahres arbeiteten die Schüler an einem Tag in der Woche mit Handwerksmeistern zusammen im bebiz. "Dies ist die erste Klasse, die die Möglichkeit hat, an solch einem Projekt teilzunehmen. Das ist auch nur machbar, weil alle Schüler die Ganztagsschule besuchen", sagte Jörg Scholtes, Geschäftsführer des bebiz. Denn die durch den Arbeitstag ausgefallenen Unterrichtsstunden müssen nachgeholt werden. Sie wurden auf die Nachmittage der restlichen vier Schultage verteilt. Um den Achtklässlern einen möglichst breit gefächerten Einblick in das Berufsleben zu geben, arbeiteten sie in verschiedenen Handwerksbereichen. Auch das Erstellen eines Lebenslaufs und Bewerbungstraining am Computer gehörten zu den verschiedenen Aufgaben der Schüler. Scholtes lobte besonders Engagement, Pünktlichkeit und Teamgeist der Klasse, denn "das gehört genauso zum Berufsleben wie handwerkliches Talent." Auch der kommissarische Schulleiter der Edith-Stein-Hauptschule, Weins, äußerte sich zufrieden über die erbrachten Leistungen und hofft, dass viele der Schüler nach Abschluss der neunten Klasse einen Beruf erlernen, um ihre "Brötchen" selbst zu verdienen. Die Achtklässler werden auch im zweiten Schulhalbjahr weiter praktische Erfahrungen sammeln. Sie mussten sich bereits in Firmen bewerben und werden dort Tagespraktika bis zum Ende des Schuljahres absolvieren. Alle Beteiligten möchten das erfolgreiche Projekt auch im nächsten Jahr fortsetzen. Das hängt aber davon ab, ob genügend Eltern ihre Kinder für die Ganztagsschule anmelden. Scholtes hofft, dass durch das Projekt einige Jungen und Mädchen ihre individuellen Talente und Vorlieben für ihr späteres Berufsleben gefunden haben. "Denn das Wort Beruf kommt schließlich von Berufung."