Berufsschüler beschäftigen sich mit der NS-Zeit und dem Kriegsende
Prüm · Die Schüler des Berufsvorbereitungsjahres der Berufsbildenden Schule (BBS) Prüm haben sich mit dem Thema "70 Jahre Kriegsende" auseinandergesetzt. Zusammen mit ihrem Klassenlehrer René Rahmelow und der Schulsozialarbeiterin Walfriede Kasel haben sie im Rahmen des Sozialkundeunterrichts und des Kompetenztrainings zur NS-Zeit recherchiert und anschließend daraus ein eigenes Lehrprogramm erstellt.
Dabei halfen der Jugendsozialarbeiter des Caritasverbandes Westeifel, Marc Spiekermann, der Leiter des Hauses der Jugend Prüm, Jochen Pauls, und ein Mitarbeiter des Berufsbildungszentrums bebiz Prüm, Friedhelm Rings.
Die Schüler schauten sich beispielsweise den KZ-Film "Das Leben ist schön" an. Im Anschluss kamen viele Fragen auf, die Marc Spiekermann in altersgerechter Form beantwortete. Zum Abschluss besuchten die Schüler das Konzentrationslager Hinzert im Hunsrück. Dort erfuhren sie unter anderem, dass das Lager zunächst als sogenanntes "Polizeihaftlager" für Westwallarbeiter diente, bevor es als Konzentrationslager dem Kommando der SS unterstellt wurde, oder dass die meisten Häftlinge im März 1945 auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin von der US-Armee befreit wurden. Die Amerikaner befreiten im März auch die in Hinzert verbliebenen Häftlinge. red