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Bestandsgarantie für Stiftungen

Bestandsgarantie für Stiftungen

BITBURG. Die mögliche Fusion zwischen der Stadtsparkasse Trier und der Kreissparkasse Bitburg-Prüm (KSK) bleibt im Gespräch. Nun hat Bitburgs Bürgermeister Joachim Streit (FWG) unter anderem seine Forderung nach Bestandsgarantie für Stiftungen erneuert.

"Ich bin im Grunde nicht gegen eine Fusion", erklärte Joachim Streit Anfang der Woche und erneuerte gleichzeitig seine Forderung, nicht nur eine Bestandsgarantie für die Geschäftsstellen der Kreissparkasse im ländlichen Raum auf eine Dekade hin auszuhandeln, sondern auch eine Existenz-Sicherheit für Stiftungen. Streit: "Herr Graef hat zwar betont, das sei so, allerdings hat er bei der Dr.-Berg-und-Zangerle-Stiftung im vergangenen Jahr versucht, die Auflösung zu betreiben." Nach den Worten des Bitburger Bürgermeisters sei dieses Vorgehen von Landrat Roger Graef "für uns Bitburger" schleierhaft, da diese Stiftung nach ihrer Auflösung der Sparkassen-Stiftung zugeschlagen werden sollte.Stadtchef übt Kritik am Gutachten

Joachim Streit: "Als dieser Beschluss im Stiftungsrat der Berg- und-Zangerle-Stiftung getroffen wurde, war den Stiftungsmitgliedern nicht bewusst, dass die Kreissparkasse Bitburg-Prüm mit der Sparkasse Trier fusionieren soll." Dies werfe ein schlechtes Licht auf die Informationspolitik der Stiftung. Vorsitzender dieser Stiftung ist Landrat Roger Graef (CDU). Berg-und-Zangerle ist eine Studienstiftung mit einem Kapital in Höhe von 250 000 Euro. Aus den Zinsen werden begabte Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Bitburg und dem Bitburger Land gefördert. Kritik übt Joachim Streit indes ein weiteres Mal auch am Gutachten, das den beiden Kassen die Fusion empfohlen hat. "Der Sparkassen- und Giroverband predigt seit Jahren die Fusionen von Sparkassen, sodass ein Gutachten von ihm überhaupt kein anderes Ergebnis haben kann", stellt Streit fest. Um "Waffengleichheit der Kommunalpolitiker" der beiden Kreise Trier-Saarburg und Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie der Stadt Trier mit den Verbandsgutachtern herbeizuführen, sei ein Gutachten eines unabhängigen Wirtschaftsprüfungsinstituts unbedingt erforderlich.