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Seniorenheime: Besuche nur in dringenden Fällen

Seniorenheime : Besuche nur in dringenden Fällen

Besucher und Bewohner von Altenheimen sowie Gäste von Tagespflegeeinrichtungen sind in Zeiten von Corona-Virus besonders gefährdet. Der TV hat sich umgehört, wie  Einrichtungen in der Eifel mit dem Problem umgehen. 

„Es gibt ein Betretungsverbot für Besucher“, sagt Dirk Sellmann, Pressesprecher des Schwesternverbands, der in der Region mehrere Seniorenheime führt.

Wichtig sei es, die Bewohner zu schützen, da diese zur Hochrisikogruppe gehören. Es gebe nur nach Absprache in dringenden Fällen Ausnahmen. Auch die Cafeterien in den Häusern des Schwesternverbands seien für externe Besucher geschlossen, sagt Sellmann. Für die Bewohner versuche man dennoch ein Gemeinschaftsleben zu ermöglichen.

Generell seien die Mitarbeiter gut geschult für solche Fälle. Die hygienischen Maßnahmen seine verstärkt worden. Versorgungsengpässe gebe  trotz des allgemeinen Trends zu Hamsterkäufen keine. Zum Schwesternverband gehören in der Eifel unter anderem das Eifelhaus in Bitburg, das Haus St. Ambrosius in Irrel, das Haus Nimstal in Schönecken, das Haus Prümtal in Bettingen und das Haus Luzia in Manderscheid.

Michael Förster, Geschäftsführer des Regina-Protmann-Hauses in Daun, gibt an, dass man sich an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, der Landesregierung und anderer zuständiger Stellen richte. Darüber hinaus möchte er sich der Presse gegenüber nicht äußern.

Mehr Auskunft gibt es da auf der Internetseite des Seniorenhauses St. Elisabeth Prüm, das zum selben Träger gehört. Dort heißt es: „Als Pflegeeinrichtung gilt unsere Sorge den älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Aus aktuellem Anlass in Bezug auf das Corona-Virus, wie auch bei allen anderen Viruserkrankungen, gelten ältere Menschen als besonders gefährdet. Daher werden entsprechend einer dringlichen Empfehlung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz Besuche im Seniorenhaus Sankt Elisabeth auf ein unbedingt notwendiges Maß beschränkt.“

Weiter heißt es, dass öffentliche Veranstaltungen und Feiern auch externer Gruppen  bis auf Weiteres abgesagt sind. Unbedingt notwendige Besuche seien auf direkte Angehörige beschränkt, die sich an der Pforte anmelden sollen und registriert werden.

Zudem gibt es auf der Internetseite für Besucher ein paar einfache Regeln: Dazu gehört unter anderem, beim  Betreten des Seniorenhauses unbedingt die Hände zu desinfizieren. Außerdem sollte, wenn möglich, Körperkontakt wie Händeschütteln und Umarmungen vermieden werden.

Beim DRK im Eifelkreis Bitburg-Prüm werden die Tagespflegestellen in Bitburg und Neuerburg bis auf Weiteres geschlossen. Wie Geschäftsführer Rainer Hoffmann sagt, handele man schweren Herzens so, um die Betreuten, die ja zur Risikogruppe gehören, aber auch die Mitarbeiter zu schützen. Es seien zuletzt ohnehin weniger gekommen, denn die Gäste hätten auch Angst.

Auch die „Jut Stuff“ in der Sozialstation, ein niedrigschwelliges Angebot für die Betreuung von Demenzkranken, werde geschlossen. „Es ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Hoffmann. Und er versichert, dass bei Problemfällen auch der ambulante Dienst helfen könne.