Bewegung auf dem Beda-Platz: Erste Etappe auf dem Weg zum Baurecht für Bit-Galerie und ein großes Wohngebäude

Bewegung auf dem Beda-Platz: Erste Etappe auf dem Weg zum Baurecht für Bit-Galerie und ein großes Wohngebäude

Der neue Platz am Spittel hat sich binnen eines Jahres zum Treffpunkt entwickelt, das erste Stück Fußgängerzone ist geschafft - und nun kommt auch in zwei Projekte Bewegung, die am Beda-Platz geplant werden: ein großes Wohnhaus und die Bit-Galerie. Heute ist der Bebauungsplan Thema im Bauausschuss.

Dass am Beda-Platz groß gebaut wurde, ist Jahrzehnte her - damals, als in den 70er und 80er Jahren Haus Beda, Kreissparkasse und Volksbank und das große Wohn- und Bürogebäude entstanden sind (siehe Extra). Diese vier Gebäude prägen noch heute den Platz. Dazwischen klaffen Lücken und sorgen für Hinterhof-Tristesse mitten in der Stadt. Das könnte sich mit zwei Großprojekten ändern, die private Investoren an dem Platz planen.

Doch bevor gebaut werden kann, muss Baurecht geschaffen werden. Ein erster Schritt dazu ist die Aufstellung eines Bebauungsplans, über den heute der Bauausschuss in öffentlicher Sitzung berät. Vorgesehen ist eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Wie lange so ein Planverfahren dauert, lässt sich auch für Fachmann Johannes Zimmer vom städtischen Bauamt schwer vorab einschätzen: "Wenn alles glattläuft, könnte es Ende diesen, Anfang kommenden Jahres Baurecht für die beiden Großprojekte geben." Sollte das gelingen, könnten die Bauarbeiten für die Bit-Galerie und das große Wohnhaus 2017 beginnen - fast exakt 40 Jahre nach der Eröffnung von Haus Beda, dem ersten Haus am Beda-Platz.

Wohnhaus: Das ungeliebte Biotop, das lange Zeit völlig zugewucherte Grundstück an der Ecke Beda-Platz/Gartenstraße, hat inzwischen den Besitzer gewechselt und gehört nun der Arend GmbH, die dort einen großen Gebäudekomplex mit rund 40 Wohnungen plant (der TV berichtete). Johannes Arend, Geschäftsführer der Arend GmbH, sagt: "Es gibt etliche Nachfragen. Auf das Schild, das wir dort hingestellt haben, haben mich viele Interessenten angesprochen." Er schätzt die Nachfrage an Wohnraum in dieser Lage hoch ein. Was er anders machen will als die Vorbesitzer des Grundstücks: Arend will keine Geschäftsläden in seinem Wohnhaus - maximal zwei Büros. Zudem will er keinen Innenhof schaffen, wie es in Skizzen anderer Investoren angedacht war, sondern er strebt einen kompakten Baukörper an. "Der Innenhof wäre so klein, dass die Wohnungen zu dicht aufeinander hängen", sagt Arend. Als Baubeginn peilt er 2017/2018 an.

Bit-Galerie: Das Einkaufszentrum wird von der Projektentwicklungsgesellschaft Faco in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm im Bereich Karenweg/Bedastraße geplant - und würde rückwärtig, gleich neben der Kreissparkasse, an den Beda-Platz grenzen. Entstehen sollen in der Galerie rund 7000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Bekleidung, Schuhe, Sportartikel, Elektronik und Parfümerie. Auch Büroräume sowie ein Fitnessstudio gehören zum Konzept. Baubeginn ist für 2017 vorgesehen.Meinung

Endlich!
Der Beda-Platz steht vor allem für kostenlose Parkplätze, klar. Und wenn es sich zum Feierabend ausgeparkt hat, herrscht gähnende Leere, mitten in der Stadt. Vier stolze Gebäude stehen dort, der Rest ist Schweigen. Zentral gelegen hat der Platz doch eher Hinterhof-Charme: Brachflächen, runtergekommene Gebäude, unbefestigte Parkplätze und triste Ansichten. Die Bit-Galerie und das Wohnhaus könnten Initialzündungen für die weitere Entwicklung des Platzes sein, der bisher weit unter seinen Möglichkeiten genutzt wird. Von der Verkehrsführung bis zur Gestaltung des Platzes ist da noch viel Luft nach oben. Jetzt könnte endlich ein Anfang gemacht werden. d.schommer@volksfreund.deExtra

Die Anfänge: Auf Initiative des damaligen Brauerei-Chefs Hanns Simon wurde 1974 Haus Beda gebaut, das 1976 eröffnete. Dort sorgt die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung nach wie vor für kulturelles und geselliges Leben. Damals hieß der Beda-Platz noch Neumarkt. Erst nach der Eröffnung des Kulturhauses entschied sich die Stadt, ihn in Beda-Platz umzubenennen. Der erste Bauabschnitt der neuen Filiale der Kreissparkasse wurde 1976 fertig, 1978 stand das Gebäude komplett. Den Planern war es wichtig, das Haus als Passage zu konzipieren, um die Trierer Straße mit Beda-Platz und Haus Beda zu verbinden. Drittes Gebäude im Bunde war das der Volksbank 1983. Es folgte 1984 das Büro- und Wohnhaus neben Haus Beda. Dann war erst einmal Schluss mit Bauprojekten am Beda-Platz. scho

Mehr von Volksfreund