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Bildhauer-Symposium: Vier tolle Wochen zum Nachschlagen

Kultur : Bildhauer-Symposium: Vier Wochen zum Nachschlagen

Es war ein großes Ereignis: Das Bildhauer-Symposium in Welchenhausen. Ein Fotoband zeugt jetzt von jenen vier Wochen im Sommer 2019. Und günstig ist er auch.

Die Kunstwerke sind längst platziert rund um Lützkampen-Welchenhausen, viele Menschen haben sie bereits gesehen an ihren finalen Standorten. Nur offiziell eröffnet ist der Skulpturenweg im Ourtal noch nicht – der dummen Pandemie wegen, natürlich.

Aber, wie gesagt: Man kann sich die Werke der neun Künstlerinnen und Künstler bereits anschauen und erleben, wie sie wirken. Und jetzt kann man jene vier Wochen im Sommer 2019 auch noch einmal nachblättern: Der Museumsverein der Wartehalle Welchenhausen hat den Bildband zum Symposium fertig. 100 Seiten hat er, viele Schwarzweißfotos, und er kostet nur 10 Euro.

„Ein Symposium war in der griechischen Antike ein Gastmahl, auch eine gesellige Zusammenkunft“, schreibt der künstlerische Leiter, Christoph Mancke aus Lünebach, im Nachwort. „Bei einem Bildhauersymposium wird gemeinsam gelebt, gearbeitet, diskutiert und auch gefeiert. Dies alles geschieht zusammen in der Öffentlichkeit, wie in einem Freiluftatelier, vor den Augen und im Gespräch mit den zahlreichen Besucherinnen.“

Gemeinsam gebangt übrigens wurde auch: Denn man hat ja keine Garantie dafür, dass der Stein, den man sich da vorgenommen hat (und es waren große Steine), rechtzeitig fertig wird. Ob nicht irgendwo etwas wegplatzt, das hätte dranbleiben müssen. Oder ob ein Stein, den man spalten will, wirklich an der vorgesehenen Linie bricht.

Aber: Es gelang. Und der Bildband zeugt davon. Der Erlös aus dem Verkauf wird dem Museumsverein zugutekommen, der in den vergangenen Jahren in und um die winzige Wartehalle im kleinen Welchenhausen schon so viele sehenswerte Ausstellungen und Aktionen ausgerichtet hat. Und er erinnert noch einmal, wenn auch nur am Rande, an den Vorsitzenden des Vereins, Christof Thees, der das Symposium mit auf den Weg brachte und nicht mehr erleben durfte, wie schön und erfolgreich es dann letztlich war.

„Rückblickend kann ich sagen, dass ich sehr froh und begeistert bin über das fantastische Erlebnis“, sagt Christoph Mancke. Und auch die Rückmeldungen zum Buch seien bislang sehr positiv. Zwar werde er auch gefragt, warum es nicht in Farbe sei – „aber die Reduktion auf das Schwarzweiß, die Kontraste von hell und dunkel, bringen die Fotos so besser zur Geltung. Für mich wirkt eine Skulptur in Schwarzweiß stärker als in Farbe.“

Wichtig sei ihm auch gewesen, „dass man das nicht nur mit bewährten Leuten macht“, sondern eben auch Jüngeren die Möglichkeit gebe, teilzunehmen. „Und da ist man hinterher wirklich froh, wenn alle so eine fantastische Arbeit gemacht haben. Es ist ja immer das Risiko, ob jeder eine Arbeit macht, die dann auch dem Ganzen gerecht wird“, sagt Mancke. „Und da bin ich sehr glücklich, dass wir das geschafft haben.“

Der Bildband ist erhältlich an folgenden Verkaufsstellen:

Tourist-Information Arzfeld, Telefon 06550/974190, E-Mail ti@vg-arzfeld.de;

Buchhandlung Behme, Prüm, Telefon 06551/2407, E-Mail info@buchhandlungbehme.de;

Buchhandlung Hildesheim, Prüm, Telefon 06551/2489, E-Mail service@buchhandlung-hildesheim.de

 Großes Publikum, viel Arbeit: Das Bildhauer-Symposium in Welchenhausen wird im Juli 2019 eröffnet.
Großes Publikum, viel Arbeit: Das Bildhauer-Symposium in Welchenhausen wird im Juli 2019 eröffnet. Foto: Fritz-Peter Linden

Mehr über den Skulpturenweg unter www.artehallewelchenhausen.de

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder vom Symposium in Welchenhausen