Birgel grüßt Rio, Arzfeld feiert

Birgel grüßt Rio, Arzfeld feiert

Zum dritten Mal in fünf Jahren hat der TuS Arzfeld den bronzenen Stern als Regionalsieger der Sterne des Sports in den beiden Eifelkreisen gewonnen. Dieses Mal setzte man sich bei diesem Vereinswettbewerb mit einem Flüchtlingsprojekt durch.

Birgel. Arzfeld, Rio, Birgel - was sich nach einer neuen Version des 1990er Hits "New York, Rio, Tokio" anhört, war das Abendprogramm bei der Siegerehrung des Vereinswettbewerbs Sterne des Sports für den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Vulkaneifelkreis.
Zwölf Bewerbervereine


Im Fokus standen natürlich die zwölf Bewerber-Vereine, die wie bei einer Oscar-Verleihung bis zum Schluss des offiziellen Teils in der Historischen Wassermühle in Birgel warten mussten, bis der Sieger gekürt war.
Aber nicht weniger Applaus gab es für das derzeit am weitesten entfernte Jurymitglied, das sich aus Rio meldete und den Siegern gratulierte: die Bitburgerin Marin Mohnen, die bei den Paralympics am Zuckerhut mit den deutschen Rollstuhl-Basketballerinen die Goldmedaille von London 2012 verteidigen will. Der Gruß aus der historischen Wassermühle in Birgel nach Rio soll eine besondere Motivation für einen erneuten Titel sein.
Beim Wettbewerb selbst - ausgerichtet vom Deutschen Olympischen Sportbund sowie den Volks- und Raiffeisenbanken - gab es einen Titelverteidiger: Nachdem der TuS Arzfeld in den vergangenen Jahren bereits zweimal für seine Aktivitäten im sozialen und ehrenamtlichen Bereich den bronzenen Stern als Kreissieger erhalten hatte, bekam der Vorsitzende Tino Weber nun die Auszeichnung für die intensive Beschäftigung mit dem Thema Flüchtlinge. Die Jury, unter anderem vertreten durch die Sportkreisvorsitzenden Friedbert Wißkirchen (Vulkaneifel) und Peter Michaeli (Bitburg-Prüm), lobte vor allem, wie der TuS Arzfeld Bevölkerung, Kommune sowie andere Vereine und Verbände mit in das Projekt einbezogen hatte.
Vorbildliche Vernetzung


"Diese Vernetzung ist vorbildlich, bündelt Ressourcen und trägt zu neuen kulturellen und sozialen Kontakten bei", hieß es in der Laudatio. Auch die Installation eines Integrationsbeauftragten im erweiterten Vorstand des Vereins zeige den Willen zur Nachhaltigkeit. "Das Projekt geht über die eigentlichen Aufgaben eines Sportvereines weit hinaus", sagte Michael Simonis, Vorstand der Volksbank Eifel, als Vertreter der regionalen Genossenschaftsbanken. Als Kreissieger erhält der TuS Arzfeld ein Preisgeld von 1500 Euro und wurde genau wie die zweit- und drittplatzierten Projekte für den Landeswettbewerb nominiert. Diese Podiumsplätze dokumentieren die Bandbreite der diesjährigen Bewerbungen. Rang zwei und 1000 Euro gehen an den TuS Ahbach, der in Birgel sein Heimspiel hatte. Die Ahbacher hatten sich erstens mit einer Trikotspende für junge Fußballer in Chile engagiert, der Kontakt kam über einen Spieler zustande, der dort in einem Freiwilligenprojekt arbeitet. Daneben tat sich der TuS als Unterstützer des Amputierten-Fußballs hervor, der bislang noch nicht vom DFB als Verband anerkannt ist. In Ahbach wurde ein Länderspiel organisiert, alle Einnahmen wurden an den Deutschen Amputierten-Fußballverband gespendet.
Jugendlager seit 40 Jahren


Dritter (500 Euro) wurde der SV Alsdorf-Niederweis für sein Jugendlager, das seit über 40 Jahren angeboten wird. "Ein absolut nachhaltig angelegtes Projekt, das die Identifikation mit dem Verein fördert", lobte die Jury. Weitere mit je 250 Euro dotierte Förderpreise erhielten außerdem die Vereine DJK Eintracht DIST, VFL Hillesheim und FSG Philippsheim.

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