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Bisher bereits 23 000 Besucher: Der 25. Prümer Sommer biegt in die Zielgerade ein

Bisher bereits 23 000 Besucher: Der 25. Prümer Sommer biegt in die Zielgerade ein

Zwei Abende noch, dann ist der Prümer Jubiläums-Sommer schon wieder perdü. Und er läuft wie geölt: Bisher feierten 23 000 Besucher mit. Morgen treten Just Pink auf, und in einer Woche liefern dann Brings ein voraussichtlich krachendes Finale.

Zum Beispiel am vergangenen Donnerstag: Beim sechsten Prümer-Sommer-Abend im silbernen Jubiläumsjahr mit der Formation Aischzeit gesellten sich zu den ohnehin bereits bestgelaunten, annähernd 3000 Besuchern plötzlich auch noch mehr als 50 französische Jugendliche. Und die machten noch einmal besonders fröhliche Stimmung.

"Wir wissen gar nicht, wo die herkamen, vermutlich waren es Tagesgäste", sagt Manfred Schuler, der bei der Verbandsgemeinde das Volksfest organisiert. Aber der Besuch der jungen Feierbiester aus dem Nachbarland sei richtig schön gewesen.
Ist eben Prümer Sommer, was will man machen: Er läuft einfach verlässlich rund. Auch wenn das Wetter ein paar Mal dazwischengefunkt (oder: -geblitzt) hat. "Das meint es in diesem Jahr nicht gut mit uns, wie bei allen Open-Air-Veranstaltungen", sagt Schuler. Aber zu Absagen habe das nicht geführt. "Und insgesamt sind uns die Besucher immer noch treu. Auch mit Regenjacken."

Werner Arens, der gemeinsam mit Markus Pint (und bis zu 60 Mitarbeitern) die Bewirtung stemmt, zeigt sich bisher ebenfalls recht zufrieden, wenn es auch "ein bisschen schwierig mit dem Wetter" gewesen sei. "Aber wir hatten immer noch Glück - irgendwie war es immer gut." Klar, bei Hitze werde mehr getrunken. Aber die Leute seien trotzdem gekommen. Vielleicht packen die Prümer sogar den Besucherrekord vom vorigen Jahr, als sich insgesamt 27 000 auf dem Festplatz tummelten: Bisher haben die Organisatoren 23 000 gezählt.Morgen sehen alle nur noch Pink


Und morgen werden da noch ein paar dazukommen, wenn Vanessa Hennig, pardon, "Just Pink" die Bühne vor dem Rathaus entert und die Songs der amerikanischen Popsängerin Pink zum Besten gibt. Auch sie ist, wie alle bisherigen Künstler, eine Wiederkehrerin: Im 25. Jahr des Prümer Sommers hat man einfach einige der Formationen wieder angeheuert, die schon bei früheren Ausgaben dabei waren und beim Publikum besonders gut ankamen.

Und dann bleibt nur noch ein Termin. Manfred Schuler: "Das große Finale mit Brings, mit ihrem ersten Auftritt nach der Sommerpause." Die Kölner Band, die sich vor Jahren von einer reinen Rocktruppe zur hitliefernden Karnevalsgröße wandelte, wird dann reihenweise Mitsing-Nummern über den Platz und in die Prümer Gassen hauen. Bassist Stephan Brings war übrigens schon da - einen Monat vor dem Auftritt hat er sich aufs Fahrrad geklemmt und ist in die Eifel getourt. Davon hat er ein sympathisches kleines Video gedreht, das man sich auf der Facebook-Seite des Prümer Sommers anschauen kann. So wünscht man sich doch seine Künstler.
Werner Arens schätzt, dass die beiden letzten Abende "noch einmal richtig einschlagen". Für das Brings-Konzert haben die Wirte jedenfalls vorsorglich 70 Mitarbeiter eingeplant.

Alles in allem ist das Sommerfest bisher also sehr ordentlich gelaufen - auch dank der Festwirte und der Sponsoren, die fürs Silberjubiläum tiefer in die Taschen gegriffen haben: Das Budget liegt bei fast 100 000 Euro, mehr als 30 000 Euro über einem "normalen" Prümer Sommer. Auch wenn es vermutlich außerhalb von Prüm kaum jemanden interessiere, der wievielte Prümer Sommer das nun sei, mutmaßt Werner Arens. Wichtiger ist sowieso etwas anderes: "Alle, die damit zu tun haben, sind da schon auch stolz darauf."

Zumal bisher die Abende vollkommen friedlich verliefen: Von Randale auf oder nach den Konzerten ist nichts bekannt. "Nein, ich muss sagen, in diesem Jahr ist es extrem ruhig gewesen", sagt Ferdinand Spartz von der Polizei Prüm. "Mir fiele jetzt nichts ein, was da Besonderes gewesen wäre. So kann es weitergehen."
Findet auch die Stadtbürgermeisterin: "Ich hör nur Positives", sagt Mathilde Weinandy. Fürs Wetter könne ja keiner etwas, umso dankbarer müsse man den Besuchern sein, "die uns so die Treue halten. Das ist einfach eine gelungene Geschichte."

Und im nächsten Jahr? Da macht sich Manfred Schuler durchaus schon Gedanken, hat "den Kopf voller Ideen für Bands, die in diesem Jahr nicht zum Zuge kamen". Und auch die lokalen Künstler werden nicht vergessen: Eventuell werde es 2017 einen ganzen Abend geben, bei dem Musiker aus der Umgebung auftreten könnten, sagt Schuler. Aber weiter will er sich da noch nicht hinauslehnen.Meinung

Anständig, Leute!
Da hat der Wirt Werner Arens natürlich recht: Den meisten Feierfreudigen wird es piepe sein, zum wievielten Prümer Sommer sie andackeln. Es zählt, dass sie kommen. Weil sie wissen, dass bei diesem Volksfest dank umsichtiger Organisatoren und spendabler Sponsoren so ziemlich alles stimmt. Und weil sich bisher die Besucher zu betragen wussten. Das ist ja längst nicht überall und immer so. Und deshalb: Kompliment - an alle. Auf, hinter und vor der Prümer Bühne. f.linden@volksfreund.deExtra

 Voller Festplatz beim TV-Abend mit Sahnemixx. TV-Foto: Frank Auffenberg
Voller Festplatz beim TV-Abend mit Sahnemixx. TV-Foto: Frank Auffenberg Foto: Frank Auffenberg (e_pruem )

Programm am Donnerstag, 11. August: Um 18 Uhr Spaß für alle Kinder mit Zauberei, Fakir-Show und Mitmachzirkus vom Affentheater Solingen. Um 19.30 Uhr beginnt der Auftritt von Just Pink. Finale am Donnerstag, 18. August: 18 Uhr Kinderprogramm mit Leonardo, dem Zauberer. Gegen 19.30 Uhr: Brings. fpl Mehr Informationen unter www.pruem.de