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Bit-Galerie Kreisel kommt - unabhängig von der Galerie

Stadtentwicklung : Der Bitburger Galerie-Kreisel kommt – unabhängig von der Galerie

Die Stadt Bitburg treibt den Bebauungsplan für den Beda-Platz voran. Dort soll der Verkehr neu geordnet werden. Der Galerie-Kreisel kommt – auch ohne Galerie.

Wird aus der Bit-Galerie ein Wohn- und Geschäftshaus? Oder bleibt es bei den Plänen, eine Verkaufsfläche von 7000 Quadratmetern in einem Einkaufszentrum zu schaffen, das die Innenstadt mit dem Beda-Platz als Passage verbindet und zudem mit Markthalle, Kino, Gastronomie und Fitness-Studio Besucher zieht?

Zuletzt sagte Projektplaner Stefan Kutscheid im TV: „Derzeit ist völlig ungewiss, wie die einzelnen Branchen die Krise überstehen.“ Deshalb könne er derzeit weder sagen, ob es Anfang 2021, wenn das Bebauungsplanverfahren voraussichtlich abgeschlossen ist, auch los geht. Noch ließe sich einschätzen, ob es bei dem geplanten Handelsmix bleibt.

Das wirft für die SPD-Stadtratsfraktion mehrere Fragen auf: Ob die Stadt das Verkehrskonzept, den Einbahnring rund um den Beda-Platz, dennoch umsetzen wird, ob das aufwendige Bebauungsplanverfahren samt Mediator überhaupt noch nötig sei und ob die Stadt mit dem Eigentümer des Platzes, der Kreissparkasse, über Parkplätze verhandeln werde, wenn in der Tiefgarage der Galerie eventuell weniger Stellplätze für Kunden gebraucht werden, da eventuell weniger Verkaufsfläche entsteht.

Auf Anfrage der SPD-Fraktionsvorsitzenden stellte Bürgermeister Joachim Kandels dazu in der jüngsten Stadtratssitzung zunächst klar, dass die beiden Projekte Bit-Galerie und Umgestaltung des Beda-Platzes in einem „unmittelbaren Zusammenhang“ stehen. Heißt: Beides wird, wenn dann nur gemeinsam angegangen. Oder anders formuliert: kein neuer Beda-Platz ohne Galerie. Wichtig für Kandels: „Die Investoren haben sich nicht vom Projekt verabschiedet.“ Es herrsche corona-bedingt nur, wie in vielen anderen Bereichen auch, „eine Denkpause“.

Was das Parken angeht, bliebe die Stadt mit der Kreissparkasse im Dialog. Und grundsätzlich zur Planung sagt Kandels, dass es auch nach Rücksprache mit dem Büro Vertec Sinn mache und erforderlich sei, den geplanten Einbahnstraßenring rund um den Beda-Platz einzuführen – auch wenn die Galerie nicht oder in anderer Form käme. „Da das gesamte Quartier städtebaulich neu entwickelt wird, wird es auch neue Ziel- und Quellverkehre geben, die neu geordnet werden“, sagt Kandels. Deshalb wird die Stadt auch wie geplant das Bürohaus Krein und den alten Aldi abreißen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Das Bürohaus Krein steht inzwischen leer.