BIT-GALERIE

Zum geplanten Einkaufszentrum in Bitburg und zu dessen langfristigen Kosten schreibt dieser Leser:

Man sollte meinen, es handelt sich um einen Aprilscherz. Ein Einkaufszentrum in Bitburg, von dem alle protieren sollten. Kaum einer stellte sich die Frage der tatsächlichen Verhältnismäßigkeit in Bitburg. Niemand stellte sich die Fragen zur Finanzierung. Zum Vergleich: Die Trierer Galerie kostete rund 70 Millionen Euro und hat über 20 000 Quadratmeter Handelsfläche. Trier hat über 100 000 Einwohner. In Bitburg sollen 21 000 Quadratmeter Handelsfläche für 64 Millionen Euro verbaut werden. Bitburg hat circa 12 000 Einwohner. Es ist anzuzweifeln, dass Kunden aus Luxemburg wegen ein paar Strickwesten, die bei H & M angeboten werden, nach Bitburg kommen. Ebenso, dass sich Menschen, die sich für CDs oder Elekrogeräte interessieren, zukünftig für Bitburg begeistern lassen. Und was soll die Bit-Galerie anbieten, was die einheimischen Händler nicht schon längst im Angebot haben? Die Frage nach neuem Warenangebot wurde nicht gestellt. Beim Objekt in Trier war die Finanzierung geklärt. Hier agierte eine Schweizer Großbank mit einem offenen Immofond. Und in Bitburg? Eine Finanzierung in der Größenordnung kostet bei 5 Prozent Zins und 3 Prozent Tilgung über 23 Jahre (ohne Zinserhöhungen) jährlich 5 120 000 Euro. 426.666.66 Euro Miete pro Monat müssen also für die Finanzierung gezahlt werden. Geht\'s auch billiger? Oder kommen die Kunden der Bit-Galerie über den Bitburger Flughafen nach Bitburg? Oliver Schäfer, Heilenbach

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