Bitburg eröffnet Folklorefestival mit Schwedischem Abend

Bitburg · Aus dem Land der Elche: Mit einem schwedischen Abend wurde vor mehr als 300 geladenen Gästen das 49. Folklore-Festival in Haus Beda offiziell eröffnet. Es sprach ein gut gelaunter Konsul und eine sympathische Volkstanzgruppe brachte – Alter hin oder her – schwedische Mitsommer-Stimmung nach Bitburg.

 Schwedische Kultur und schwedische Symbole gehören - logisch- zum Schwedischen Abend.

Schwedische Kultur und schwedische Symbole gehören - logisch- zum Schwedischen Abend.

Foto: Klaus Kimmling

Das schmeckt. Hering-Stips, Krabben-Salat, Köttbulla vom Rothirsch und schließlich ein Knäckebrot-Tiramisu: Das Team von Küchen-Chef Dieter Poss serviert den Gästen in Haus Beda schwedische Leckerbissen - dieses Jahr erstmals an die Tisch, das Schlangestehen am Buffett ist abgeschafft.

Allein 40 Pizzen mit Räucherlachs werden Stück für Stück verteilt. Ob die Kartoffelhäppchen Janssons Frestels oder das Safrangebäck Lucia-Krapfen - die Gäste greifen gerne zu, während die Mitglieder der Volkstanzgruppe Bitburg frisch gezapftes Pils unters Volk bringen. Eine Kombination, die passt.
Das findet auch Konsul Christian Bloth vom Schwedischen Honorarkonsulat in Frankfurt am Main, der zuvor in seiner Rede Einblicke in das Land des Abends gewährt hat. Er war, wie er beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt erklärt, zwar noch nie in Bitburg: "Aber ich habe schon viele Biere aus Ihrer Stadt getrunken." Keine Frage: Mit Bekenntnissen dieser Art macht man sich in Haus Beda leicht Freunde.

Dass die historische Begegnung zwischen Bitburgern und Schweden für die Letztere nicht ganz so erfolgreich verlief, ist Ausgangspunkt der Begrüßungsansprache von Bürgermeister Joachim Kandels. Er erinnert an die Zeit des 30-Jähriges Krieges, als Bitburg von den Schweden belagert wurde, es den Eifeler aber - der Sage nach - gelungen ist, diese mit einer List zum Abmarsch zu bewegen. Mit Ziegenfellen verkleidet tanzten Kinder auf der Stadtmauer, so dass die Belagerer dachten, eine Stadt, in der noch so viel Vieh ist, ist so schnell nicht auszuhungern.

"Dass nun die schwedische Flagge vor dem Rathaus weht, heißt nicht, dass es den Schweden doch noch gelungen wäre, die Stadt zu erobern", erklärt Stadtoberhaupt Kandels. Vielmehr sei es ein "Zeichen unserer Freundschaft für das Land, dem wir den heutigen Abend widmen."