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Freiwillige Feuerwehr Bitburg will wieder Taucher ausbilden

Feuerwehr : Freiwillige Feuerwehr will Taucherstaffel in Bitburg reaktivieren

Seit 2019 hat die Freiwillige Feuerwehr Bitburg keine einsatzbereite Taucher-Truppe mehr. Das soll sich nun ändern.  Zwei Männer werden dafür besonders wichtig sein.

2019 hatte die Taucherstaffel der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg ihren letzten Taucheinsatz. Damals half sie dabei, in der Mosel bei Trier nach einem vermissten Jungen zu suchen. In Trier wird die Taucherstaffel durchschnittlich ein- bis zweimal im Monat zu Einsätzen gerufen, besonders in den Sommermonaten steigt das Einsatzaufkommen durch Badeunfälle.

Die Trierer Taucherstaffel ist auch für Bitburg und den gesamten Eifelkreis zuständig, da die Bitburger Feuerwehr seit 2019 keine einsatzbereite Taucher-Truppe mehr hat. Seitdem war aber auch kein Einsatz einer Taucherstaffel im Landkreis mehr erforderlich. Überhaupt gilt der Eifelkreis als Region mit „geringen Wassergefahren“, sagt Bitburgs Pressesprecher Werner Krämer. Daher müsse es hier eigentlich auch keine Taucherstaffel geben.

Trotzdem will die Bitburger Feuerwehr ihre Taucherstaffel wieder einsatzbereit machen. Voraussetzung ist ein Lehrtaucher. Die Aussichten sind gut: Zwei Feuerwehrmänner sind derzeit in der Ausbildung zum Lehrtaucher. 2022 wollen sie fertig sein und dürfen dann Feuerwehrleute zu Tauchern ausbilden. Nach Auskunft der Stadt könnte die Taucherstaffel somit 2024 wieder an den Start gehen.

Ursprünglich gegründet wurde Bitburgs Taucherstaffel im Jahr 1980. Der Grund war denkbar tragisch: Damals hatte es innerhalb kürzester Zeit mehrere Unfälle am Stausee in Biersdorf gegeben, bei denen vier Personen starben und aus dem Gewässer geborgen werden mussten.

In den folgenden Jahren wurde die Taucherstaffel immer wieder zur Suche von Vermissten gerufen: 1983 barg sie einen Toten aus einem See bei Geichlingen, 1988 suchten die Taucher einen Vermissten im Weinfelder Maar. 1989 fischte die Taucherstaffel Diebesgut aus dem Stausee in Biersdorf. Anfang der 1990er Jahre mussten die Feuerwehr-Kameraden erneut Leichen aus dem Stausee Biesdorf und dem Pulvermaar bergen.

Als Trainingsort dienten den Tauchern das Bitburger Schwimmbad oder auch die Ostsee, zwischenzeitlich auch die Maare und die Sauertalsperre im luxemburgischen Esch al Sure.

(sys)