1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Naherholungsgebiet: Bitburg gestaltet einen neuen Park – Im zweiten Anlauf klappt es mit dem Wäldchen

Naherholungsgebiet : Bitburg gestaltet einen neuen Park – Im zweiten Anlauf klappt es mit dem Wäldchen

Die Neugestaltung des Bitburger Naherholungsgebiets ist mit 950 000 Euro jetzt 200.000 günstiger als bei der jüngsten Beratung – und es gibt Spenden von über 100.000 Euro. Da stimmt dann auch der Stadtrat zu. Kritik gibt es dennoch.

Das könnte richtig schön werden. Ein kleiner Park mitten in der Stadt. Alter Baumbestand, ergänzt um neue, regionaltypische Bäume. Blumen, Bänke, Wasser und ein Spielplatz. Mittendrin ein Kiosk, wo es einen Kaffee oder eine Limo gibt, ein Brötchen oder auch eine Zeitschrift. In so einem Park, davon ist Ralf Mayeres überzeugt, würden sich viele Menschen gerne aufhalten. Zumal, wenn dort mit einem Bouleplatz sowie einem Mehrgenerationengarten zusätzliche Anziehungspunkte geschaffen werden. Und genau das alles sieht das Konzept des städtischen Projektleiters vor.

Das Konzept, wie aus dem eher schäbigen Maximiner Wäldchen in Bitburg ein Wohlfühlort werden könnte, kam im Grunde genommen auch gleich beim ersten Anlauf im Bauausschuss gut an. Nur war den Ausschussmitgliedern das Ganze, das nach einer ersten Kalkulation der Stadtverwaltung rund 1,1 Millionen Euro gekostet hätte, dann einfach zu teuer (der TV berichtete). Offenbar gab es die Erwartung, dass die Stadt mehr oder weniger nichts zu der großzügigen Spende von gut 500.000 Euro des Bauvereins beisteuern müsste.

Das sah aber bei der Ersten Kalkulation anders aus. Rund 450.000 Euro hätte die Stadt selbst finanzieren müssen, um den kleinen Park, der seit Jahren nur noch vor sich hingammelt, wieder in Schuss zu bringen. Das war dem Bauausschuss zu viel. Es sollte nachgebessert werden. Und das ist inzwischen passiert.

Die Wege sollen nicht mehr gepflastert, sondern mit Split befestigt werden. Ursprünglich war vorgesehen, den Hauptweg richtig auszuschachten und mit einer Frostschutz- sowie Tragschicht zu versehen. Auch die Verbindungswege sollten auf diese Weise neu aufgebaut und asphaltiert werden. Statt der zunächst entlang des Vorplatzes geplanten Mauer, wird dort nun eine kostengünstigere Hecke gepflanzt. Und: Alle Pflanz- und Grünarbeiten übernimmt der Bauhof. Das allein senkt die Kosten bereits um knapp 160.000 Euro.

Und dann haben sich Spender gemeldet, die es offenbar schade fanden, dass die komplette Umgestaltung des Maximiner Wäldchens an den Kosten zu scheitern drohte. Neben einer beachtlichen Einzel­spende von 75.000 Euro, gibt es eine Baum- und eine Sammelspende. Und Bauunternehmer und Ratsmitglied Jürgen Weiler hat zugesagt, die Arbeiten für den Brunnenschacht im Wert von 25.000 Euro umsonst auszuführen. Das drückt alles in allem den Eigenanteil der Stadt um gut 110.000 Euro.

Ergebnis: Die Stadt zahlt noch gut 60.000 Euro. Dem stimmten dann alle, bis auf eine Vertreterin der FBL, zu. Agnes Hackenberger hätte sich gewünscht, dass der Mehrgenerationenplatz näher an den Vorplatz rückt. Ihr sind die Beete, die Senioren und Junioren zusammen pflegen sollen, zu weit hinten im Park.

 Mitten in der Bitburger Innenstadt: die grüne „Wüste“ – auch Maximiner Wäldchen genannt.
Mitten in der Bitburger Innenstadt: die grüne „Wüste“ – auch Maximiner Wäldchen genannt. Foto: TV/Dagmar Dettmer

Die Bauarbeiten sollen laut Mayeres im kommenden Frühjahr beginnen. Eröffnung des neuen Maximiner Wäldchens könnte Mitte 2021 sein.