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Bitburg kann auf Kreativität setzen

Meinung : Innenstädte neu denken

Ein Geschäft schließt, der Aufschrei ist groß. Dabei ist die Rechnung einfach. Hätte es genug Menschen gegeben, die in diesen Läden für ausreichend Umsatz gesorgt hätten, würde sich der Betrieb rentieren.

Wer will, dass die Innenstadt lebendig bleibt, sollte dort einkaufen. Hier ist jeder mitverantwortlich. Auch, wenn die Schließung der Rossmann-Filiale ein Verlust für Bitburgs Fußgängerzone ist: Aus Sicht des Konzerns ist die Entscheidung schlüssig. Der Großteil der Kunden will eine größere Auswahl, was nur auf größeren Flächen geht und das bitte mit Großparkplatz direkt nebenan.

Innenstädte können nur mit Qualität, Exklusivität, zuvorkommenden Service, persönlicher Beratung und dem Gesamt-Erlebnis Stadtbummel  punkten. Da schadet jeder Leerstand. Hier ist Kreativität gefragt, gerne auch ein professionelles Stadtmarketing und Leerstandsmanagement, das zwischen den Immobilieneigentümern und Interessenten vermittelt, Ideen einbringt und für neue Impulse sorgt. Wie das aussehen kann hat die Bitburg Art mit jede Menge Kunst kürzlich gezeigt. Die Schreinerei Bulbaum, die in der einstigen Bonita-Filiale Möbel ausstellt und Kunden berät, ist ebenfalls ein sehr gelungenes Beispiel für die Umnutzung eines Leerstands und auch dafür, wie Innenstädte lebendig bleiben. Sie müssen neu gedacht werden. Warum sollte in dem ein oder anderen Leerstand nicht auch Wohnraum entstehen, der so dringend gesucht wird – gerade mittendrin.

d.dettmer@volksfreund.de