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Bitburg prüft Sanierung der Grundschule Nord mit Machbarkeitsstudie

Sanierung : Wie geht es mit der Grundschule Bitburg-Nord weiter?

Das Gebäude der Grundschule Bitburg-Nord ist renovierungsbedürftig. Doch ist eine Sanierung überhaupt sinnvoll? Oder wird neu gebaut? Eine Machbarkeitsstudie soll Antworten liefern.

Das Ergebnis der vor zwei Jahren in den städtischen Gremien präsentierten Bestandsanalyse war recht ernüchternd: Mehr als drei Millionen Euro müssten investiert werden, um die Mängel an dem 1955 errichteten Gebäude zu beheben und die Brandschutzvorgaben zu erfüllen. Und ganz abgesehen davon, dass seitdem die Baukosten- und Energiepreise extrem gestiegen sind und die drei Millionen wahrscheinlich inzwischen bei weitem nicht mehr ausreichen würden, um die Sanierung anzugehen, wäre das Schulgebäude dann immer noch zu klein.

Ab 2029 wird es nämlich einen flächendeckenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung geben, der bereits ab 2026 schrittweise eingeführt werden soll (siehe Infobox). Und spätestens dann wird das vorhandene Raumangebot aller Voraussicht nach nicht ausreichen. Die Frage ist also: Ist eine Sanierung überhaupt sinnvoll?

Lohnt sich die Sanierung der Grundschule Bitburg-Nord überhaupt?

Eine Antwort darauf soll noch vor der Sommerpause eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie liefern. Wie die Verwaltung jetzt schriftlich auf Anfrage der FDP-Stadtratsfraktion mitteilte, soll dann auf Grundlage dieser Studie die weitere Vorgehensweise in den Gremien diskutiert und beschlossen werden. Zudem wird laut Verwaltung auch noch ein Schadstoffgutachten erstellt, mit dessen Hilfe die verschiedenen Varianten auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden sollen. Ob das Gebäude saniert oder aber abgerissen und gegebenenfalls auch an anderer Stelle neu errichtet wird, entscheidet sich womöglich im Lauf des Jahres.

In diese Schulen und Kitas muss Bitburg kräftig investieren

Für die Stadt Bitburg reiht sich das Vorhaben in eine ganze Sammlung von Projekten, die mit Blick auf das städtische Kita- und Grundschulangebot umgesetzt werden müssen. So steht als nächstes größeres Projekt die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Süd an. Ebenfalls abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll dabei auch die Turnhalle der Südschule. Gut zehn Millionen Euro sind allein für diesen Grundschulstandort veranschlagt.

Des Weiteren wurde im vergangenen Dezember auch der Abriss und Neubau der Kita Liebfrauen beschlossen. Für dieses Projekt, das aber lediglich den Altbau und nicht den vor knapp zehn Jahren errichteten Modulneubau betrifft, liegen die ermittelten Kosten bei knapp vier Millionen Euro. Darüber hinaus laufen die Arbeiten an Bitburgs bislang größter Kita. Mindestens zehn Millionen Euro werden derzeit auf dem Gelände der Alten Kaserne in die Errichtung einer elfgruppigen Kita in einem der Kasernenblöcke investiert.

Insgesamt sollen laut Haushaltsplan bis Ende 2025 rund 40 Millionen Euro für die Kitas und Grundschulen im Stadtgebiet ausgegeben werden.