Bitburg-Prüm: Kreis beschließt Klimaschutzkonzept

Bitburg-Prüm: Kreis beschließt Klimaschutzkonzept

Schon jetzt ist der Eifelkreis Bitburg-Prüm in der Lage 70 Prozent des im Kreisgebiets benötigten Stroms mit Hilfe regenerativer Energien selbst zu erzeugen. Doch der Kreis, der damit landesweit an der Spitze liegt, will noch mehr: Er will so schnell wie möglich energieautark werden.

(kah) Das heißt: sämtlichen benötigten Strom selbst erzeugen. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, hat der Kreistag in seiner Sitzung am Freitagabend einstimmig ein Klimaschutzkonzept verabschiedet. Dieses Konzept baut auf dem Energieplan der Energieagentur Trier auf, dem der Kreistag in seiner letzten Sitzung zugestimmt hatte.

Der Energieplan verfolgt das Ziel die Region Trier bis zum Jahr 2044 mit dem Ausbau regenerativer Energien in die Lage zu versetzen, Energie zu exportieren, statt sie importieren zu müssen. Der Kreis Bitburg-Prüm will dieses Ziel noch deutlich früher erreichen. Und die Kreisverwaltung hält dies für absolut realistisch. Womöglich könnten schon in wenigen Jahren 100 Prozent des benötigten Stroms im Eifelkreis hergestellt werden. Ein besonders großes Potenzial liege darin, die 237 „alten“ Windräder im Kreis durch neue, leistungsstärkere zu ersetzen.

Zudem hat die Planungsgemeinschaft der Region Trier diese Woche beschlossen, dass künftig weitere Flächen für die Nutzung der Windkraft ausgewiesen werden dürfen. Dies soll auch im Eifelkreis geschehen. Das Klimaschutzkonzept des Kreises sieht vor, zu untersuchen, welche Flächen hierfür besonders geeignet wären, um eine Beratungsgrundlage für Investoren und Kommunen zu schaffen.

Eine ähnliche Untersuchung soll es auch für Fotovoltaikanlagen geben. Insbesondere möchte die Kreisverwaltung wissen, welche Standorte entlang der Autobahn oder auf militärischen oder gewerblichen Konversionsflächen für Solaranlagen geeignet wären.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Klimaschutzkonzept auf die Biogaserzeugung. Denn im Kreis gibt es sehr viele Biogasanlagen. Anlagen, von denen der größte Teil derzeit noch keine sinnvolle Verwendung für die Wärme hat, die bei der Stromproduktion entsteht. Es soll untersucht werden, wie sich diese Wärme nutzen ließe.