1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Bitburg-Prüm: Täglich weitere Flüchtlinge aus Ukraine - Unterkünfte gesucht

Krieg : Täglich kommen neue Ukraine-Flüchtlinge an: Eifelkreis sucht weiterhin Unterkünfte

Mehrere hundert Flüchtlinge aus der Ukraine sind bereits im Eifelkreis Bitburg-Prüm untergekommen. Es werden täglich mehr. Das stellt Kreis und Organisationen vor Herausforderungen. Was Sie tun können, wenn Sie eine Wohnung frei haben.

Sie kommen von dort, wo es aktuell ganz schlimm ist. Doch es ist für die Flüchtlinge nur der erste Schritt, wenn sie es aus der Ukraine, der kriegsgebeutelten Heimat, heraus schaffen. Denn hat man jemanden gefunden, der Flüchtende – und oft auch deren Familien – mit nach Deutschland bringt, stellt sich die Frage: Wo unterkommen? Will man Menschen aus der Ukraine in der Eifel aufnehmen, dann stellt sich die Frage: Wie funktioniert das?

Wie viele Flüchtlinge sind aktuell wo im Eifelkreis untergebracht?

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine hat die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm an 689 Personen Termine zur ausländerrechtlichen Registrierung vergeben. Täglich, das erklärt Pressesprecher Thomas Konder, kommen etwa 30 bis 50 Ukrainer hinzu. Die Personen, die sich über diesen Weg registrieren, werden in privat angebotenen Unterkünften untergebracht. Solchen Unterkünfte, die der Verein MMS Humanitas aus Seffern koordiniert. Die Ehrenamtlichen haben schon mehrere hundert Ukrainer in der Eifel untergebracht, erklärt Vereinsgründer Markus Schlickat.

Geflüchteten, denen nach der Ankunft im Eifelkreis keine Unterkunft zur Verfügung steht, werden an die AfA (Trier) verwiesen. Thomas Konder vom Eifelkreis erklärt, dass die AfA in Bitburg aktuell mit 635 Personen belegt sei, davon 432 ukrainische Kriegsflüchtlinge. Im ehemaligen Jugendhotel „Youtel“ sind darüber hinaus 180 Ukrainer untergebracht.

Gibt es noch ausreichend Wohnungen im Eifelkreis, um die ankommenden Flüchtlinge unterzubringen?

Nein, erklärt Markus Schlickat. „Uns gehen langsam die Wohnungen aus, das ist das größte Problem“, sagt er. Nach Auskunft des rheinland-pfälzischen Innenministeriums wurden bis Mitte dieser Woche 385 Betten im Eifelkreis als verfügbar gemeldet. Eifelkreis-Sprecher Thomas Konder sieht die Notwendigkeit von Wohnraum: „Als größte Herausforderung stellt sich die Beschaffung von Wohnraum dar, vor allem, wenn die bisher zur Verfügung stehenden privaten Unterkünfte vollständig belegt sein sollten.“

Ich habe eine Wohnung, wie kann ich diese für Flüchtlinge zur Verfügung stellen?

In diesem Fall ist der Weg über eine der ehrenamtlichen Organisationen sinnvoll. So kann man sich beispielsweise bei Markus Schlickat und der MMS Humanitas (weitere Informationen im Internet unter mms-humanitas.de oder telefonisch unter 01726847889 beziehungsweise 015223481542) melden. Dort werden die Wohnungsvergaben koordiniert. Wichtig, das betont die Kreisverwaltung, ist aber auch, dass die Flüchtlinge angemeldet werden müssen. Das kann per E-Mail an ukraine@bitburg-pruem.de getan werden. Benötigt werden dann folgende Daten:

  • vollständiger Name der eingereisten Personen
  • Geburtsdatum und -ort
  • Kopie des Reisepasses (inklusive der Seite mit dem Einreisestempel)
  • alternativ möglichst ein anderer Nachweis zum Datum der Einreise
  • Adresse des derzeitigen Aufenthaltsortes sowie ggf. Name des Gastgebers
  • Lebensunterhalt und Wohnung sichergestellt? Wenn ja, durch wen?
  • E-Mail-Adresse
  • telefonische Erreichbarkeit
  • gegebenenfalls Ansprechpartner

Die Kreisverwaltung setzt sich dann zur Regelung des weiteren Aufenthalts mit den Geflüchteten beziehungsweise deren Gastgebern in Verbindung. Für Fragen zur Einreise aus der Ukraine steht die Telefonhotline unter 06561-15-5555 (zu den üblichen Öffnungszeiten) zur Verfügung.