Streit ist besorgt um Wasserversorgung in der Eifel Bitburg-Prümer Landrat gegen Endlager in Belgien

Bitburg-Prüm · Landrat Joachim Streit kritisiert die Pläne der belgischen Regierung, ein Atommüllendlager an der Grenze zum Eifelkreis zu errichten.

Bitburg-Prümer Landrat gegen Endlager in Belgien
Foto: picture alliance / dpa/Oliver Berg

Der Kreistag habe sich finanziell an der Klage gegen die Laufzeit des Meilers Tihange beteiligt, argumentiert der 55-Jährige: Jetzt befürchte man die Auswirkungen eines Endlagers. Er spreche sich daher „klar gegen ein Atomendlager im Naturpark und anderen grenznahen Gebieten aus.“

Die belgische Regierung prüft derzeit sieben Standorte für den Bau einer solchen Anlage. Vier davon befinden sich in Nähe zu Luxemburg, zwei weitere im deutsch-belgischen Grenzgebiet. So könnte nordwestlich von Verviers, auf dem Plateau von Herve, oder in Stavelot bei Malmedy, ein unterirdisches Atommüllendlager entstehen.

Vor allem beim Standort Plateau de Herve bestehe, so Streit, der Verdacht, dass Auswirkungen auf die Wasserversorgung in der Eifel bestehen könnten. Der Landrat plane daher mit den Kommunalen Netzen Eifel eine geologische Ersteinschätzung in Auftrag zu geben.

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