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Bitburger Bürgermeister Joachim Kandels spricht über die Entwicklung des Innenstadtrings

Bitburger Bürgermeister Joachim Kandels spricht über die Entwicklung des Innenstadtrings

Seit Anfang der Testphase hat sich der Bitburger Innenstadtring etwas verändert. Die Stadt hat ihn an mehreren Stellen optimiert und nimmt konstruktive Kritik sehr ernst, wie Bürgermeister Joachim Kandels sagt.


Bitburg. Mit Bürgermeister Kandels sprach unser Redaktionsmitglied Barbara Cunietti.

Eine Testphase ist dafür da, um Spielraum für eine weitere Entwicklung zu schaffen. Wie läuft das beim Innenstadtring?
Joachim Kandels: Wir haben immer gesagt, dass im Rahmen der Testphase auf Anregungen reagiert werden muss. Zahlreiche Gespräche, positive wie auch negative Rückmeldungen, haben dazu geführt, dass es zu Verbesserungen im Innenstadtring gekommen ist, vor allem was Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrssicherheit angeht.

Können Verbesserungen wie zum Beispiel das Einrichten von zusätzlichen Parkplätzen die Kritik an dem Ring entschärfen?
Kandels: Es kommt auf die Sichtweise an: Die entstandenen Stellplätze entlang des Innenstadtrings kommen insbesondere den Kunden unserer Stadt zugute. Ich sehe, dass diese zentrumsnahen Parkplätze sehr gut angenommen werden, und dafür gibt es auch Lob; gerade auch weil seitens der Einzelhändler immer wieder zentrale Parkplätze gefordert wurden. Die Gegner des Rings sehen im Gegenteil die bei der Römermauer geschaffenen Stellplätze als Verschandelung des Stadtbildes, da die Sicht zur neu gestalteten Römermauer verdeckt wird.

Was hat sich seit Anfang der Testphase zum Positiven entwickelt?
Kandels: Wir stellen fest, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die neue Verkehrsführung gewöhnt haben. Dennoch bleibe ich dabei: Konstruktive Kritik nehme ich ernst. Zunehmend melden sich nun auch die Befürworter des Innenstadtrings, die viele Vorteile schätzen und sich daher für eine Beibehaltung der neuen Verkehrsführung aussprechen.

Und wenn diese beibehalten wird, sind die Arbeiten noch nicht zu Ende?
Kandels: Sollte die Entscheidung für den Ausbau des Innenstadtrings fallen, so sind weitere Optimierungen möglich, auf die bisher aus Kostengründen verzichtet wurde wie die Fahrbahnführung entlang der Konrad-Adenauer-Anlage und der Fußgängerquerungen - vor allem im Bereich der Schulen. Auch ein neues Konzept für die Radfahrer ist möglich.

Wird die Testphase bis zu ihrem Ende durchgezogen?
Kandels: Es gilt der derzeitige Beschluss des Stadtrates vom 27. Juni 2013, den Innenstadtring für die Dauer eines Jahres zu testen. bc

Wenn Sie der Meinung sind, dass der Verkehr in Bitburg nun rund läuft und der Ring doch Vorteile hat, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: eifel@volksfreund.de das schreiben Leser zum innenstadtringMeinung

Das sagen die Befürworter
Hubert Franzen, Bitburg: "Ich muss jeden Arbeitstag mehrmals durch das Stadtgebiet durchfahren. Der Innenstadtring erspart mir wertvolle Arbeitszeit, da man endlich zügig und fast ohne Stau und Wartezeiten durchfahren kann."
Familie Baumann, Bitburg: "Wir haben durch den Ring das Gefühl, dass der Verkehr flüssiger fließt; selbst wenn man etwas weiter fahren muss, kommt einem das zeitlich nicht länger vor. An den Fußgängerüberwegen besteht noch Verbesserungspotenzial. Wir sind sicher, dass dies bei einer dauerhaften Einrichtung gelöst werden wird."
Norbert Harings, Stadtkyll: "Insgesamt fließt der Verkehr deutlich besser. Noch ein paar Feinheiten, vor allem für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, regulieren, und es passt."
Thomas Graham, Bitburg: "War vorher alles besser? Ich behaupte Nein. Ich fahre jeden Tag durch den Ring. Früher habe ich bereits am Kreisel an der Videothek im Stau gestanden. Anschließend wieder ewig an zwei Ampeln in der Dauner Straße gewartet. Nun bin ich in drei Minuten am Ziel. Kein Stau mehr am Kreisel und keine Ampeln. Toll!"
Hans-Josef Hoffmann, Hüttingen: "Ich und die meisten meiner Familienangehörigen und Freunde sind sehr zufrieden mit dem Ring. Ein Lob den Planern und Verantwortlichen der Stadt. Habt Mut zum durchhalten. Leider macht die Panikmache den ängstlichen Verkehrsteilnehmern zusätzlich Stress."

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