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Bitburger Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik

Kommunalpolitik : Mehr Gelassenheit, bitte!

Ja, es stimmt: Herausforderer Ralf Olk hat sich im Wahlkampf weitaus aggressiver verhalten als Amtsinhaber Joachim Kandels. Gleiches gilt auch für einzelne Vertreter der Liste Streit, die im Umgang mit dem Bürgermeister und seiner Verwaltung nicht gerade zimperlich waren. Das aber liegt in der Natur der Dinge. Als Herausforderer muss man immer angriffslustiger sein als derjenige, der sein Amt verteidigt.

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, warum die Wahl so ausgefallen ist wie sie ist. Fakt ist: Der eine wurde gewählt und der andere nicht. Was aber nicht heißt, dass die im Wahlkampf geäußerte Kritik der Verliererseite damit zwangsläufig ein Ende haben muss. Haushaltsreden sind dazu da, zu sagen, was einem passt und was nicht. Manche verteilen mit Anstand, andere mit dem Holzhammer.

Das mag man verstörend und verletzend finden, ist aber nun mal Teil des Geschäfts. Und als hauptamtlicher Bürgermeister sollte man das aushalten können. Sicher: Man muss sich nicht alles gefallen lassen, nur weil man dafür ordentlich bezahlt wird. Aber etwas mehr Gelassenheit kann nicht schaden. Vor allem bei Haushaltsreden.

eifel@volksfreund.de