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Lokal einkaufen und dabei Gutes tun: Bitburger Geschäftsleute starten mit Strandkörben durch

Lokal einkaufen und dabei Gutes tun : Bitburger Geschäftsleute starten mit Strandkörben durch

Nicht lange fackeln, einfach machen. Gastronomen, Händler und Dienstleister in der Petersstraße wollen das Haus der Jugend unterstützen und setzen ein Zeichen.

(de) Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Klar, die Eifel ist schön. Und Bitburg mittendrin. Den Urlaub zu Hause sollte man genießen – und ihn sich und anderen versüßen. Warum nicht mal hier vor Ort shoppen? Zumal, wenn sich damit nicht nur der lokalen Handel, sondern auch noch die Jugendarbeit der Stadt unterstützen lässt. Das ist der Grundgedanke der neuen Gemeinschaftsaktion von Geschäftsleuten in Bitburgs Petersstraße.

Einfach machen, statt sich über die Lage zu beklagen. Das hat sich Guido Prinz, Inhaber des gleichnamigen Cafés, gesagt und die Aktion auf die Beine gestellt. „Mit Strandkörben wollen wir ein bisschen Urlaubsstimmung in die Straße bringen“, sagt Prinz. Die ersten Körbe stehen bereits. Am Ende werden es etwa ein Dutzend sein – nur möglich, dank der Unterstützung von rund  20 Bitburger Unternehmen.

Wer sich da alles reinhängt, damit sich Passanten ein bisschen wie in St. Peter Ording fühlen, wird später an den Körben stehen. „Wir wollen damit die Leute neugierig auf unsere Straße und die ganze Innenstadt machen“, sagt Prinz. Das Herzstück der Aktion ist aber weniger sichtbar: Wer lokal einkauft, unterstützt damit das Haus der Jugend Bitburg.

„Jeder bietet ein oder mehrere Produkte aus seinem Sortiment oder seinem Dienstleistungsangebot mit einem festgelegten Aufpreis an, der dann komplett ans Haus der Jugend gespendet wird“, erklärt Prinz. Beispiel aus seinem Café: Das Pfund Kaffee kostet 1,50 Euro mehr und genau dieser Aufpreis geht ans HDJ. Name der Aktion: Stille Helden. „Die machen im Haus der Jugend sehr wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche, engagieren sich in der Behindertenarbeit, und das stellen sie mit vielen Ehrenamtlichen auf die Beine“, sagt Prinz, der durch das Moselweingut Oster auf die Idee kam. Die haben bereits eine Stille-Helden-Aktion und spenden von einem eigens kreierten Cuvée 1,50 Euro pro verkaufter Flasche an regionale Hilfsorganisationen.

Für Prinz stand fest: „Das müssen wir nach Bitburg bringen.“ Und die Winzer aus St. Aldegund freuen sich, wenn ihre „Stille Helden“-Idee in etwas anderer Form auch in Bitburgs Petersstraße umgesetzt wird.

Die Straße hat vergangenen Sommer, als dort über Monate neue Leitungen und das neue Pflaster verlegt wurden, schon mit „Grüne Oase Petersstraße“ für Aufmerksamkeit gesorgt. Motto damals: Einfach aus der Baustelle des Lebens das Beste machen, Kunden den grünen Teppich ausrollen und mit jeder Menge Pflanzenkübeln für Gemütlichkeit zwischen Bagger und Schaufel sorgen. Und nun geht es um den Strand des Lebens, an den ein Virus gespült wurde, was alle trifft.

Eine Herausforderung. Aber eine, die sich gemeinsam meistern lässt. Genau das zeigt diese Aktion. Und sobald die Kontaktsperren gelockert werden, können Kinder und Jugendliche bei den Unternehmen, die die Aktion unterstützen, beispielsweise erfahren, wie Glas hergestellt wird oder Fenster gebaut werden. Wir finden: eine runde Sache!