Bitburger kritisieren grauen Petersplatz

Stadtentwicklung : Der Petersplatz in Bitburg ist vielen zu grau, Stadt verweist auf positive Stimmen

(de) Hinterher ist man immer schlauer. Der neue Petersplatz kommt vielen Bürgern nach der mehr als eine Million Euro teuren Umgestaltung etwas zu grau daher. Ob in Leserbriefen oder auf der Facebookseite „Volksfreund Bitburg & Prüm“ äußern die Bitburger ihre Enttäuschung über den neuen Platz.

Das Wort, das dabei in fast allen Beiträgen fällt: „grau-sam“. Viele vermissen die bunten Blumenbeete und die lila und grün lackierten Drahsessel, die vor der Umgestaltung zum Platz gehörten – und Farbe reingebracht haben. „Ein paar schön bepflanzte Beete wären besser gewesen“, schreibt etwa Nadja Frischauf. Und Rita Hoffmann findet: „Alles nur noch grau. Wie in Prüm. Das ist nicht sehr einladend für Touristen.“ Auch Heiko Raison findet: „Die ganze Fußgängerzone in Bitburg ist viel zu eintönig.“ Monika Hengels Meinung: „Da fehlen auf jeden Fall die schönen bunten Blumen, die vorher da waren.“ Und Albert Kappes schreibt: „Mit Blumen und etwas Grünem wäre der Platz viel freundlicher.“

Und so sah der Platz vor der Umgestaltung aus. Foto: TV/Dagmar Dettmer

Die Stadtverwaltung verweist zunächst darauf, dass die Umgestaltung des Petersplatzes „unter umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit“ geplant wurde. Zudem käme der Platz, das hatte auch eine TV-Umfrage bestätigt, bei Festen wie dem Pittischfest oder dem Folklore-Festival gut an. Auf die Frage, ob es grundsätzlich möglich sei, noch mit einem zusätzlichen Baum oder einem Blumenbeet für mehr Grün zu sorgen, antwortet die Verwaltung: „Jeder Eingriff, wie beispielsweise die Pflanzung eines Baumes, würde erheblichen Aufwand und entsprechende Kosten verursachen und außerdem zu entsprechenden Funktionseinschränkungen führen.“ Bürgermeister Joachim Kandels möchte jedoch prüfen lassen, wie der Petersplatz im nächsten Jahr „eventuell etwas mehr Grün“ erhalten kann.

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