Bitburger Radler bekommen zweiten Anschluss

Bitburg · Bitburg soll einen neuen Anschluss an den Kylltalradweg erhalten. Das neue Teilstück ist eineinhalb Kilometer lang. Eine Million Euro will der Bund in dieses Vorhaben investieren. Wann mit dem Bau begonnen wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

Weil zwischen dem Parkplatz in Nähe der Albachmühle und der K 43-Anschlussstelle aufgrund der Hanglage (links) nicht genug Platz für den Radweg ist, soll die B 50 in diesem Bereich etwas nach Süden (rechts) verlegt werden. TV-Foto: Uwe Hentschel

Die Planung ist soweit abgeschlossen. Erforderliche Grundstücke wurden bereits gekauft. Und Baurecht besteht auch schon. Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist Geld, um das Vorhaben umzusetzen. "Wir müssen zunächst noch die Haushaltsgespräche im Januar abwarten", sagt Karl-Josef Tölkes, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein. Erst dann werde entschieden, ob mit dem Anschluss an den Kylltalradweg bereits im kommenden Jahr oder aber doch frühestens 2013 begonnen werde. Rund eine Million Euro will der Bund in das Projekt investieren - viel Geld für einen Radwegabschnitt, der gerade mal 1,5 Kilometer lang ist.

Doch dass das Stück so teuer wird, hat seinen Grund. Die B 50 zwischen Bitburg und Albachmühle soll für alle Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Und das soll dadurch erreicht werden, dass ein Teil dieser Verkehrsteilnehmer, nämlich die Radfahrer, eine eigene Trasse bekommen. Sie beginnt laut Planung in Nähe des zukünftigen Kreisverkehrs B 50/Albachstraße und führt zunächst die Bundesstraße entlang, vorbei am Haus Venus zur Albachmühle, von dort über die bereits vorhandene Holzbrücke und damit auch über die Kyll. Dort mündet der Anschluss dann in den Kylltalradweg, der nach Norden in Richtung Erdorf und südwärts nach Hüttingen an der Kyll führt.

Für die Anbindung muss ein Stück der B 50 verlegt werden. Wie Tölkes erklärt, sei geplant, zwischen dem B 50-Parkplatz oberhalb (westlich) der Albachmühle und dem Anschluss der K 43, die nach Mötsch führt, die Trasse um 100 Meter nach Süden zu verlagern. Der Radweg soll in diesem Bereich neben der B 50 verlaufen. Dies ist allerdings aufgrund der Hanglage bei der derzeitigen Bundesstraßenführung nicht möglich. Es sei billiger, die B 50 zu verlegen, als den Radweg entlang des Hangs über Stelzen zu führen, erklärt der stellvertretende LBM-Chef.
Für Bitburg wäre dieser Anschluss an den Kylltalradweg dann der zweite, wobei das neue Stück vor allem für diejenigen ein Vorteil ist, die von Bitburg aus über den Kylltalradweg in Richtung Trier wollen. Für Bitburgs Gastronomie ist der zusätzliche Radweg auf jeden Fall ein Gewinn. Denn durch zwei Anschlüsse erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Kylltalradfahrer einen Schlenker über Bitburg machen.
Extra

Verlauf: Der Kylltalradweg beginnt an der Quelle der Kyll am Losheimergraben und verläuft von dort südwärts bis nach Trier. Von den überwiegend asphaltierten 130 Kilometern liegen 91 auf eigenen, verkehrsfernen Wegen. Der Rest führt größtenteils über wenig befahrene Landes- und Kreisstraßen sowie durch Ortslagen. Da die Strecke größtenteils unmittelbar neben der Bahnlinie Köln-Trier liegt, führt der Weg auch an insgesamt 18 Bahnhöfen vorbei, so dass Radfahrer bei Bedarf auch auf die Bahn umsteigen können. Der Kylltalradweg bietet darüber in seinem Verlauf Anschlüsse an den Prümtal-, Nimstal- und Moselradweg sowie an den Kalkeifel- und Eifel-Ardennen-Radweg. uhe