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Bitburger Rewe-Markt zieht um

Bitburger Rewe-Markt zieht um

Der große Lebensmittelmarkt zieht vom Südende der Saarstraße ein paar Hundert Meter weiter Richtung Innenstadt. Die Investoren planen, 2018 mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Nein, einfach war es bis hierher nicht. Auch wenn die Idee schlüssig ist. In Kürze: Die Einzelhandelskette Rewe will aus der alten Immobilie am Südende der Saarstraße raus. Die Beda-Invest Saarstraße GmbH & Co KG, die Stefan Kutscheid und Christian Schenk gegründet haben, will ein paar Hundert Meter weiter nördlich das ehemalige Conrady-Grundstück entwickeln. Gesucht, gefunden. "Der Mietvertrag mit der Rewe-Gruppe ist unter Dach und Fach", sagt Projektentwickler Schenk. Der Bebauungsplan ist in der Mache. Und da machte dem Rat vor allem ein Detail zu schaffen.

Für den Stadtrat war wichtig, zu verhindern, dass die Besitzer der alten Immobilie, die Moritz & Senger GmbH & Co KG, dort nach dem Umzug von Rewe nicht wieder einen großen Lebensmittelmarkt ansiedeln können. Solche so genannte innenstadt-relevante Sortimente gehören auch nach dem Einzelhandelskonzept möglichst nah ins Zentrum und nicht an den Stadtrand. Das hat auch der Bauausschuss vergangene Woche noch mal festgelegt (der TV berichtete). Jetzt hoffen die Projektentwickler, bald Baurecht zu bekommen.

Die Bauzeit würde laut Schenk etwa neun Monate dauern. Warum Rewe umziehen will, erklärt Schenk: "Die wollen ihr neues, modernes Ladenkonzept umsetzen, das beinhaltet auch eine moderne Gestaltung, das geht am alten Standort nicht." Der von Jan Müller als Inhaber geführte Rewe-Markt in der Mötscher Straße ist vom Saarstraßen-Umzug nicht betroffen. "Könnte aber sein, dass die Rewe Group den neuen Markt auch an einen Unternehmer vergibt, statt diesen wie bisher selbst zu betreiben", sagt Schenk.

Geplant ist eine Verkaufsfläche von rund 3700 Quadratmetern und 180 Parkplätze sollen entstehen. Investiert werden rund sechs Millionen Euro. Da das Grundstück am Hang liegt, haben sich die Entwickler entschlossen, es zu unterkellern, statt eine 13 Meter hohe Wand zum Nachbargrundstück Getränke Lacher zu ziehen. So entstehen noch mal 500 Quadratmeter Verkaufsfläche, für noch ein Interessent gesucht wird. Sicher hingegen ist, dass in der nächsten Sitzung des Bauausschusses nach der Sommerpause auch Vertreter der Rewe Group ihr Konzept vorstellen.KommentarSchritt nach vornDass Rewe vom Südende der Saarstraße ein paar Hundert Meter weiter gen Norden zieht, ist ein Gewinn. Nicht nur wegen der paar Meter mehr Innenstadt-Nähe. Städtebaulich von Vorteil ist, dass die Brache damit entwickelt wird. Das könnte eine Initialzündung auch für weitere Märkte wie Lidl und Aldi sein, die mit einem Standortwechsel liebäugeln. Mit Blick auf Housing und Kaserne könnte so ein Märkte-Zentrum entstehen, das neu, modern und für die Bewohner dieser beiden Gebiete gut zu erreichen ist. Im Ergebnis entstehen damit nicht mehr Märkte, sondern vorhandene würden an einem architektonisch ansprechenden Standort gebündelt werden. Das macht auch für die Kunden Sinn - zumal die Stadt mit einem Ansiedelungs-Katalog verhindert, dass am Südende noch mal ein großer Lebensmittelhandel entsteht. d.schommer@volksfreund.deExtra: BITBURGS SUPERMÄRKTE

 Und so soll es aussehen: Die Ansicht zeigt den neuen Rewe-Markt an der Saarstraße, rechts verläuft die Industriestraße. Grafik: Beda-Invest
Und so soll es aussehen: Die Ansicht zeigt den neuen Rewe-Markt an der Saarstraße, rechts verläuft die Industriestraße. Grafik: Beda-Invest Foto: Zuzana Luptakova (e_bit )

Es gibt acht große Lebensmittelmärkte in der Kernstadt (Verkaufsfläche in Quadratmetern gerundet): Der größte ist der Rewe am Süd-Ende der Saarstraße (5000). Es folgen Kaufland Kölner Straße (4090), Neukauf Limbourgs Hof (2290), Lidl Saarstraße (1280), Rewe Südring/Mötscher Straße (1880), Aldi Güterstraße (970), Aldi Limbourgs Hof (870) und Netto Südring (620).