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Bitburger Staatswald darf weiterhin das PEFC-Siegel tragen

Umwelt : Geprüft, für gut befunden: Nachhaltige Waldwirtschaft

Der Bitburger Staatswald darf weiterhin das PEFC-Siegel tragen. Bei einer Überprüfung hatte der unabhängige Auditor nichts zu beanstanden.

(hmi) Welche Baumarten gibt es im Wald? Gibt es ausreichend junge Bäume? Wie viele Bissspuren von Wild sind an Bäumen und Sträuchern zu erkennen? Diese Fragen und noch viele mehr stellt PEFC-Zertifizierer und Auditor Christof Riedesel bei seinem Rundgang durch den Bitburger Staatswald.

Einen ganzen Tag lang prüft der Fachmann, wie nachhaltig im Bitburger Forst gewirtschaftet wird und ob der Wald den Standards des PEFC-Zertifikats (siehe Info) entspricht.

Dafür macht er sich nicht nur ein Bild von der Lage vor Ort, sondern bespricht mit Jürgen Weis, Forstamtsleiter Bitburg, und seinen Mitarbeitern einen detaillierten Fragebogen, in dem Angaben unter anderem zur Verwendung von Pestiziden und Herbiziden, zu Pflanz- und Saatgut und zur Jagd abgefragt werden. Außerdem lässt sich der Zertifizierer Ausbildungsnachweise und Zertifikate von Dienstleistern und Mitarbeitern zeigen.

Seit 2000 hat der Bitburger Staatswald das Nachhaltigkeitssiegel. In diesem Jahr wurde er zum ersten Mal überprüft. „Bisher ist der Staatswald wohl immer wegen seiner geringen Größe durchs Raster für eine Überprüfung gefallen“, sagt Forstamtsleiter Weis.

Zu beanstanden hat Auditor Riedesel nichts. „Die Altersstruktur ist ausgeglichen und es gibt kaum Probleme mit Wildverbiss“, lobt er.

Das Siegel darf der Bitburger Staatswald weitertragen. „Die PEFC-Zertifizierung ist für uns wichtig, weil die Industrie oft nur zertifiziertes Holz kauft“, sagt Weis und erklärt: „Wir wollen der holzverarbeitenden Industrie, die Holz von uns kauft, gewährleisten, dass der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird.“ Schließlich legten Verbraucher viel Wert auf Nachhaltigkeit bei Produkten aus Holz.