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Bitburger Stadtteile investieren in Schutz vor Hochwasser und Straßenausbau

Infrastruktur : Geld geht in den Hochwasserschutz

In den Bitburger Stadtteilen stehen wieder eine Reihe von Projekten an wie Straßen, Gemeindehäuser und Friedhöfe.

Wenn Margret Berger in den vergangenen Jahren gefragt wurde, welche Projekte in ihrer Gemeinde demnächst anstünden, so war die Antwort in der Regel immer recht knapp. Denn als Ortsvorsteherin von Irsch, des mit Abstand kleinsten der sechs Bitburger Stadtteile, hat Berger in der Regel nichts Großes vorzuweisen. Mal ganz abgesehen davon, dass der finanzielle Spielraum ohnehin nicht besonders groß ist.

So stehen in Bitburg jedes Jahr 130 000 Euro für die sechs Stadtteile zur Verfügung, die gemäß Einwohnerzahl und dem vorzuhaltenden Infrastrukturvermögen verteilt werden. Und da in Irsch derzeit gerade Mal 14 Menschen leben, liegt der jährliche Budgetanteil lediglich bei etwas über 400 Euro. Damit macht man keine allzu großen Sprünge. Weshalb die Irscher ihr Budget in der Vergangenheit auch immer gespart haben. 6125 Euro sind so laut Berger zusammengekommen. Und so mühsam dieser Betrag angespart wurde, so schnell verschwindet er jetzt auch wieder. Denn im vergangenen Sommer wurde bereits damit begonnen, den Hochwasser- und Starkregenschutz in Irsch zu verbessern. Und damit geht es nun nach der Winterpause weiter. Das Thema Hochwasser beschäftigt auch den Stadtteil Stahl, wo in diesem Jahr an einem örtlichen Hochwasserschutzkonzept gearbeitet wird. Ein weiteres Konzept soll nach Auskunft von Ortsvorsteher Willi Heyen für den Friedhof erstellt werden, um die Anlage den heutigen Anforderungen anzupassen. Doch wird in Stahl nicht nur geplant, sondern auch gebaut. So steht zum einen der Bestandsausbau der Verbindungsstraße zwischen der Oberweiser Straße und dem B 50-Anschluss Steinebrück an. Des weiteren soll im alten Ortskern eine Baulücke auf einem städtischen Grundstück „durch eine dorfgerechte Wohnbebauung in Form von Reihenhäusern geschlossen werden“, wie Heyen erklärt. „Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit einem Privatinvestor auf der Basis eines städtebaulichen Vertrages erfolgen, der die Details der Bebauung regelt“, so der Stahler Stadtteilchef.

Im Stadtteil Masholder wird bereits an der Umsetzung eines Friedhofskonzepts gearbeitet. „Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Verschönerung und Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses“, sagt Thomas Kröffges, Ortsvorsteher in Masholder. Neben Haushaltsmitteln sollen Eigenleistungen der Mitbürger dabei helfen, das Gemeindehaus wieder auf Vordermann zu bringen. Ebenfalls in Angriff genommen werden soll der Parkplatz daneben. Mit einer Verschönerung allein ist es beim Dorfgemeinschaftshaus in Mötsch nicht getan. Dort will man in den nächsten Monaten die Pläne für den Umbau des Jugendheims zu einem multifunktionalen Gebäude einreichen. Baubeginn wäre dann voraussichtlich 2019. Darüber hinaus wollen sich die Mötscher auch intensiv mit der  künftigen Nutzung der alten Schule neben dem Sportplatz beschäftigen. Und am Sportplatz will sich die Gemeinde  auch mit der notwendigen Infrastruktur für den Sportverein befassen.

Ein weiteres Projekt ist zudem der Ausbau der Bitburger Straße (K43). „Der ursprüngliche Start zum Sommer 2017 musste aufgrund der Auftragslage der Straßenbauunternehmen verschoben werden“, erklärt Ortsvorsteher Heiko Jakobs. „In dem Zusammenhang werden wir auch die Einführung wiederkehrender Beiträge zu verabschieden haben.“

Bleibt dann noch der Bitburger Stadtteil Matzen, wo bereits seit vergangenem Jahr die Bagger rollen. Dort laufen zum einen die Arbeiten am neuen Dorfplatz, inklusive Buswendeplatz, Wartehäuschen, Dorfbrunnen und Beleuchtung. Auch die Maßnahme in der Donatusstraße wird fortgeführt. Weitere Projekte sind die Fertigstellung eines Radwegabschnitts und die Erneuerung des Asphaltbelags vor dem Gemeindehaus. Zudem soll in Matzen nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens für das innerörtliche Neubaugebiet mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden.