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Bitburger vom Willibrord-Gymnasium hat Ingenieurwettbewerb gewonnen

Interview mit Nachwuchsarchitekt : 14-Jähriger entwirft preisgekröntes Stadion-Dach-Modell

Mit der BIT-Arena zum Bundesentscheid. Das hat sich Felix Schommer aus Bitburg bei seinem prämierten Architekturprojekt gedacht.

Wie die Mutter, so der Sohn. Felix Schommer, der die neunte Klasse des St.-Willibrord-Gymnasiums besucht, hat sich schon länger in den Kopf gesetzt, später mal Architekt zu werden. Wie seine Mutter Elke. Von klein auf sei er bei Projekten dabei gewesen, weswegen er behauptet: „Ich hab es wohl in den Genen.“

Der Junior.ING-Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz bot dem 14-Jährigen schon im zweiten Jahr in Folge die Chance, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und seine Modellbaufähigkeiten zu verbessern. Nach einem guten Ergebnis mit einem Holzturm mit eingebauter Wendeltreppe im vergangenen Jahr hat es 2021 für den Sieg in seiner Altersklasse gereicht.

Dieses Jahr waren die Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert worden, ein Stadiondach zu entwerfen. Das Modell sollte aus einfachen Materialien wie Papier, Holz- und Kunststoffstäbchen, Folie, Textilien, Kleber, Schnur und Stecknadeln gebaut werden. Die stabile Dachkonstruktion musste dabei mindestens eine Last von 250 Gramm tragen.

Felix, der – wenn er nicht gerade Bauwerke entwirft – häufig Tennis spielt und schon erfolgreich bei „Jugend forscht“ teilgenommen hat, erklärt im Gespräch mit dem TV, warum er denkt, dass sein Modell die Jury überzeugt hat: „Ich denke, mein Entwurf war nicht zu überdimensioniert. Es war minimalistisch und doch stabil. Das ist wohl gut angekommen.“

Von Anfang an hatte Felix vor, das Stadion-Dach möglichst filigran zu gestalten und daher viel Zeit in die Planung gesteckt. Fast einen Monat lang hat er sich von Fotos im Internet von berühmten Stadiondächern inspirieren lassen. Die tatsächliche Bauzeit betrug nur drei bis vier Tage. Mit verschieden großen Holzstäbchen hat er eine auf drei Säulen gestützte Konstruktion entwickelt, die ein mit Seilen stabilisiertes Überhangdach enthält.

„Das Schwierigste dieses Jahr war, alles alleine ohne Hilfe der Schule hinzubekommen, weil wir zu der Zeit im Heimunterricht waren“, erklärt er. Selbst das fertige Modell wurde nicht in Präsenz vorgestellt, sondern per Post verschickt. Zur Siegerehrung, bei der er von Ingenieurkammerpräsident Horst Lenz einen Pokal und eine Urkunde erhielt, war er persönlich eingeladen worden. Und was hat er gewonnen? „Für den ersten Preis in der Altersklasse der Neun- bis 13-Jährigen gab es 250 Euro, und mein Modell wird beim Bundeswettbewerb eingereicht, wo ich wieder etwas gewinnen könnte.“ Das Preisgeld will er in eine Fortbildung zum Tennis-Schiedsrichter investieren, damit er sich hier weiterentwickeln kann. Weil es ihm so viel Spaß macht,  will er weiterhin Projekte bei Wettbewerben einreichen. Jetzt stehe allerdings erstmal Warten auf dem Plan – auf das Abschneiden der BIT-Arena beim Bundesentscheid.