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Bitburgs Gewerbe-Chef Lars Messerich hofft auf Lockerungen für den Einzelhandel

Bitburger Gewerbetreibenden tun was und bauen auf ihre Kunden : Gewerbe-Chef hofft auf Lockerungen für den Handel

(de) Sie tun was. Bitburgs Einzelhändler und Gewerbetreibende haben vergangene Woche gleich zwei Initiativen an den Start gebracht: Das Shopping-Portal ist unter www.bitburg-shopping.de seit Samstag online und unter dem Motto „Wir sind Bitburg“ präsentieren sich inzwischen 34 Firmen auf der Homepage des Gewerbevereins, bei Facebook und auf Instagram (der TV berichtete).

Wir haben mit Lars Messerich, Vorsitzender des Bitburger Gewerbevereins, über die beiden Initiativen gesprochen:

Machen sich die beiden Angebote gegenseitig Konkurrenz?

Messerich: „Nein, auf keinen Fall. Im Gegenteil: beide Initiativen unterstützen sich. Und bei beiden steht der Gedanke dahinter, dass wir als Unternehmer gemeinsam mehr Aufmerksamkeit erreichen, als jeder für sich. Wir unterstützen vom Gewerbeverein das Shopping-Portal und Händler, die dort ihre Produkte anbieten, nutzen zusätzlich die Chance, sich auch auf unserer Seite „Wir sind Bitburg“ zu präsentieren. Nicht alle haben Produkte, die sie in einem Online-Shop anbieten können. Etwa Handwerker, Gastronomen oder Frisöre. Auch diese Betriebe müssen mit ihrem Service für Kunden sichtbar bleiben.“

Werden Sie mit Ihren Modehäusern auch bei der Shopping-Plattform mitmachen?

Messerich: „Wir überlegen, ob wir ein Standard-Sortiment auf dieser Plattform anbieten werden. Unser komplettes Sortiment abzufotografieren und mit Produktbeschreibungen zu versehen, wäre ein enormer Aufwand. Ich finde die Idee, einen solchen Marktplatz zu schaffen, aber toll und finde es auch richtig, das in dieser Krise auszuprobieren. Letztendlich geht es bei beiden Initiativen darum, potenzielle Kunden für das Angebot vor Ort zu begeistern. Darin sehe ich eine Chance für uns alle.

Inwiefern?

Messerich: Durch die Krise ist der Wille zur Zusammenarbeit gewachsen. Viele erkennen, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, als jeder für sich. Auch die Bereitschaft, einfach mal was auszuprobieren ist da. Natürlich auch die Zeit. In dieser Situation wird jedem Geschäftsmann bewusst, wie wichtig Austausch und gemeinsame Aktionen sind.

Ihre nächste gemeinsame Aktion wäre der Mai-Markt – ein verkaufsoffener Sonntag am 17. Mai mit Rahmenprogramm. Gehen Sie davon aus, dass der stattfindet?

Messerich: Wir hoffen das und müssen abwarten. Am Ende wird das nicht unsere Entscheidung sein. Aber je eher wir wieder öffnen dürfen, desto besser. Jeder Tag ist für jeden von uns eine Belastung.

Was könnten Sie sich vorstellen?

Messerich: Ich fände es gut, wenn die Händler hier, ähnlich wie in Österreich, zum 20. April unter strengen Auflagen öffnen dürften. So könnte beispielsweise die Zahl der Kunden in den Läden pro Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzt und Sicherheitsabstände eingehalten werden. Ähnlich, wie das derzeit auch in Supermärkten praktiziert wird. Darauf bereiten wir uns vor.