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Bitburgs Großbaustelle Nummer 1, bei der es tatsächlich mal rund läuft

Bitburgs Großbaustelle Nummer 1, bei der es tatsächlich mal rund läuft

Das gibt es selten: Die Arbeiten beim Ausbau der Fußgängerzone liegen nicht nur im Zeitplan, sondern Anlieger, Geschäftsleute und Passanten sind mit Ablauf und Ergebnis des Projekts durch die Bank zufrieden - und dass, obwohl es zwischenzeitlich richtig ungemütlich ist.

Bitburg. Ein zwei Meter tiefer Graben zieht sich mitten durch die Fußgängerzone, gesäumt von Bergen mit Pflastersteinen. Es staubt. Wenn der Bagger am Werk ist oder die Steine eingehämmert werden, ist es sogar richtig laut. Für Passanten bleibt links und rechts phasenweise nur ein schmaler Weg. Und jede Woche steht der Bagger woanders.
Inzwischen ist der Graben, der Anfang April im unteren Teil der Hauptstraße klaffte, Geschichte. Dafür ist die Schliezgasse nun offen. Es folgt bis Jahresende noch die Josef-Niederprüm-Straße, bevor es 2017 dann an das nächste Stück bis zum Petersplatz geht.
Was auffällt: die gute Stimmung unter Geschäftsleuten, Anliegern und Bürgern zu diesem Projekt. Das haben in den vergangenen Monaten mehrere TV-Umfragen immer wieder bestätigt. Projektleiter Ralf Mayeres von der Stadt ist ebenfalls nicht entgangen, dass das Ganze ohne viel Aufschrei und Ärger über die Bühne geht. Für ihn auch ein Zeichen dafür, dass der Ausbau, in den die Stadt bis 2021/22 rund 6,5 Millionen Euro investiert, grundsätzlich positiv gesehen wird. Hinzu kommt: "Wir haben sehr früh mit den Leuten gesprochen, bei Konflikten nach Lösungen gesucht und informieren regelmäßig alle Anlieger in unserem Baustellen-Newsletter", sagt Mayeres.
Neuer Platz statt altem Hinterhof


Bis Ende der Woche soll das Stück bis zum Messerich-Parkplatz, der von dem Modehaus nun ebenfalls passend zur Fußgängerzone gestaltet wird, fertig sein. Dann macht die Baufirma zwei Wochen Urlaub. Der restliche Teil der Schliezgasse, wo sich auch ein Bistro angesiedelt hat, folgt bis Oktober.
"Wir wollen den Platz großzügiger gestalten, mit Pflanzkübeln für mehr Aufenthaltsqualität sorgen und auch den Spielplatz mit zwei neuen Spielgeräten aufwerten", sagt Mayeres. Rund um das Bistro sei doch ein sehr gemütlicher Platz entstanden. Mayeres findet: "Wenn sich in so einer Nebengasse etwas Positives entwickelt, sollte man das fördern."
Bei der Gestaltung des Petersplatzes am Gäßestrepperbrunnen sind dann die Bürger gefragt. Mayeres sagt: "Da freue ich mich auf viele Anregungen aus der Bevölkerung." scho