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Forstwirtschaft: Bitburgs Tafelsilber ist grün, üppig und lebt

Forstwirtschaft : Bitburgs Tafelsilber ist grün, üppig und lebt

(scho) Geld, das wächst: Jahr für Jahr macht der Forstbetrieb der Stadt Bitburg Gewinne mit dem Verkauf von Holz aus dem Stadtwald. Und mit rund 900 Hektar Waldfläche hat Bitburg richtig Holz vor der Hütte. Das lässt sich versilbern. Für 2018 rechnet Revierförster Otmar Koch mit einem Reingewinn von 90 000 Euro aus dem Forstbetrieb. Das entspricht etwa den Erlösen der Vorjahre. Das Geschäft mit dem Wald läuft.

„Der Holzmarkt ist entspannt“, sagt Revierförster Koch. Der Sturm „Burglind“ habe in Rheinland-Pfalz nicht zu großem Holzbruch geführt. Das war 2007 bei „Kyrill“ anders. Der Markt war in Folge eines Überangebots an Holz übersättigt, die Preise gaben nach.

Jenseits von Sturmschäden ist der Holzpreis auch abhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage: Wird weniger gebaut, sinkt die Nachfrage nach Industrieholz – und die Preise fallen. Aber auch hier schätzt Koch die Lage positiv ein: „Wir haben eine gut gehende Konjunktur.“ Für Fichte – klassisches Bauholz – lassen sich am Markt derzeit 90 bis 95 Euro pro Festmeter – abhängig von der Qualität des Holzes, erzielen. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter Holzmasse ohne Zwischenraum.

Rund 260 000 Euro  soll der Verkauf von Holz der Stadt Bitburg 2018 einbringen. Zudem hat der Forstbetrieb Einnahmen durch die Verpachtung der Jagdbezirke Waxbrunnen und Bedhard sowie Umlagen der Partner des Gemeinschaftsreviers Bitburg-Steinborn-Fließem und Zuschüsse des Landes. Gesamteinnahmen von rund 460 000 Euro stehen Kosten von rund 370 000 Euro gegenüber. Größter Batzen hierbei ist das Personal mit rund 200 000 Euro.

Geplant ist im Stadtwald für 2018 ein Einschlag von gut 4100 Festmetern. Das ist etwas weniger als 2017. In den einzelnen Baumarten ist folgende Ernte geplant: Fichte/Tanne: 1716 Festmeter; Buche: 1542; Kiefer/Douglasie/Lärche: 78 und Eiche: 844 Festmeter.

Der Forstwirtschaftsplan 2018 wird am Donnerstag, 11. Januar, 17 Uhr, im Hauptausschuss beraten.