Blauer Teppich für die Patienten

Blauer Teppich für die Patienten

PRÜM. Das Prümer St.-Joseph-Krankenhaus hat kräftig investiert: Für rund 130 000 Euro wurden Räume und Ausstattung der physikalischen Therapie ausgebaut und aufgerüstet.

Rund 60 Menschen werden täglich von den acht Mitarbeitern der physikalischen Therapie behandelt: Orthopädie-Patienten, Unfallverletzte, Kranke aus der Neurologie. "Wir sind praktisch für alles zuständig", sagt der Prümer Physiotherapeut Johannes Piel. "Vom komplizierten Beinbruch bis zum Patienten mit Prothese." Ziel der Investition sei, "dass das Stationäre ins Ambulante übergeht". Und diesem Ziel ist das Krankenhaus mit der Eröffnung der umgebauten und erweiterten Therapie-Räume im Untergeschoss ein Stück näher gekommen."Sieht richtig zum Wohlfühlen aus"

Leo Leyens kommt regelrecht ins Schwärmen: "Wir haben für unsere Patienten den blauen Teppich ausgerollt", sagt der Pflegedienst-Chef mit Blick auf den neuen Bodenbelag im Untergeschoss des Krankenhauses. "Das sieht richtig zum Wohlfühlen aus." Die Eckdaten: Zwei Turnsäle wurden grundrenoviert, großzügige, behindertengerechte Umkleideräume gebaut, ein neuer Gymnastikraum für die medizinische Trainings-Therapie eingerichtet und ein weiterer - mit drei Liegen - für die Einzel- sowie die Gruppenbehandlung. Außerdem verfügt das Krankenhaus über einen kleinen Gymnastikraum für Neurologie-Patienten, die zum Beispiel in Folge eines Schlaganfalls nachbehandelt werden müssen. "Und dann haben wir noch neun Einzelkabinen für Massage, Lymphdrainage, Elektrotherapie und Fango-Behandlungen", berichtet Johannes Piel. Nicht zu vergessen die Vielzahl von unterschiedlichen Trainingsgeräten. Insgesamt stehen rund 300 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, das ist eine Erweiterung um etwa 120 Quadratmeter. Leo Leyens freut sich vor allem darüber, dass das Geld für die Erweiterung - rund 130 000 Euro - "in Prüm investiert wird und nicht anderswo". Johannes Piel ergänzt: "Im Zuge der Gesundheitsreform ist das eine Investition, die man schätzen muss." Sinn und Zweck der Ausgaben: auf dem neusten Stand der physikalischen Therapie zu sein und den Ansprüchen der Kundschaft gerecht zu werden. "Wir wollen den stationären und ambulanten Patienten etwas bieten", sagt Piel, "und auch präventiv tätig werden". Mit Volkshochschule und Rheumaliga arbeitet das Krankenhaus ebenfalls zusammen - bei Rückenschule oder Bewegungsgymnastik. Nicht zuletzt laufen in der Physiotherapie die Kurse zur Geburtsvorbereitung. Die Station ist täglich geöffnet von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, freitags bis 17 Uhr. Information: Telefon 06551/150.

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