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Blauzungenkrankheit: Tiere noch vor Frühling impfen

Blauzungenkrankheit: Tiere noch vor Frühling impfen

Landesuntersuchungsamt und Veterinärämter informieren über Tierseuche.

Bitburg/Daun (red) Weil in Frankreich, Italien und in einigen Balkanstaaten seit Monaten die Blauzungenkrankheit grassiert, rufen das Landesuntersuchungsamt (LUA) sowie die Veterinärämter Tierhalter dazu auf, ihre Rinder, Schafe und Ziegen noch vor dem Frühjahr gegen den Erreger der gefährlichen Seuche impfen zu lassen.
Die Impfung braucht laut LUA etwa sechs bis sieben Wochen, bis sie ihre volle Wirkung entfaltet. Die Überträgerinsekten dagegen seien schon bei einer Temperatur von zehn Grad aktiv. Für Menschen sei die Blauzungenkrankheit ungefährlich. Die Impfung sei freiwillig, die Kosten trage der Tierhalter. Wer seinen Bestand gegen das Blauzungen-Virus schützen lassen möchte, könne sich an seinen Hoftierarzt wenden.
Für Schafe könne die durch Stechmücken übertragene Erkrankung tödlich sein. Im Falle von schweren Verläufen träten Fieber, Atemprobleme, vermehrter Speichelfluss sowie die typisch geschwollenen und blaugefärbten Zungen auf. Bei Ziegen träten grundsätzlich die gleichen Symptome wie bei Schafen auf, sie sind meist aber deutlich schwächer ausgeprägt. Bei Rindern verlaufe die Erkrankung meist milder.WAS IST DIE BLAUZUNGENKRANKHEIT?


Extra

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Verdachtsfälle müssen der zuständigen Veterinärbehörde, also in der Vulkaneifel und Bitburg-Prüm den Kreisverterinäramtern gemeldet werden. Hintergrund: Die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 war in Deutschland zum ersten Mal im August 2006 aufgetreten und hatte sich innerhalb eines Jahres explosionsartig ausgebreitet. Auf dem Höhepunkt des Seuchenzuges im Sommer 2007 waren allein in Rheinland-Pfalz tausende von Tieren erkrankt, viele verstarben an den Folgen. Eine flächendeckende Impfung in den Jahren 2008/2009 stoppte die Ausbreitung des Virus in Deutschland.