Dorfentwicklung: Bollendorf soll schöner werden

Dorfentwicklung : Bollendorf soll schöner werden

Das Geld aus dem Programm „Ländliche Zentren“ wird in den Sauerstaden und in die römische Villa fließen. Vor Beginn muss aber das Hochwasserkonzept genehmigt werden.

Die Gemeinde Bollendorf nahe der luxemburgischen Grenze liegt direkt an der Sauer. Es gibt eine Uferpromenade, den Sauerstaden. Und dieser soll jetzt schöner werden, sagt Silvia Hauer, Ortsbürgermeisterin von Bollendorf. Die Neugestaltung ist eines von zwei Projekten, die mit dem Geld aus dem Bund-Länder-Programm „Ländliche Zentren - Kleinere Städte und Gemeinden“ finanziert werden sollen. Insgesamt 650 000 Euro aus dem Programm gehen an die Orte Neuerburg, Irrel und Bollendorf. Letzerer erhält 150 000 Euro.

Bevor es los gehen kann an der Sauer, ist aber aber noch die Frage des Hochwasserschutzes zu klären. Ein Konzept wurde bereits von einem Wittlicher Ingenieurbüro erarbeitet und liegt jetzt beim Ministerium. „Wir warten auf die Zusage“, erklärt die Ortsbürgermeisterin. Dann soll es losgehen. „Wir möchten einen Treffpunkt schaffen für Einheimische und Feriengäste“, sagt Silvia Hauer. Es sollen attraktive Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, Steinquader hinunter vom Gestade auf die Wiese sollen weitere Sitzmöglichkeiten mit Blick auf den Fluss bieten.

Auch Infomöglichkeiten werden geschaffen beziehungsweise verbessert. Die alten Alukästen werden, so die Pläne, durch modernere ersetzt. Auch an digitale Informationsmöglichkeiten werde gedacht, falls es finanziell machbar ist.

„Wir versuchen viel mit Eigenleistung zu machen. Wir haben hier im Ort einige, die anpacken“, sagt Silvia Hauer.

Das zweite große Projekt, das mit dem Fördergeld finanziert werden soll, ist die Verbesserung der römische Villa. Über die alten Gemäuer wurde ein Schutzbau aus Holz erstellt, der jetzt aber schon in die Jahre gekommen ist. Hier müsse von Fachleuten geprüft werden, ob die Balken noch tragen, erklärt die Ortchefin. Außerdem müsse Holz ausgetauscht werden. Desweiteren soll die teilweise zerstörte Beschilderung erneuert werden.

Ein weiteres Problem bei der Villa ist der Zugang, der nur über eine recht steile Treppe zu erreichen ist. Wie Silvia Hauer sagt, ist sie für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, nur schwer zu gehen. Hier soll Abhilfe geschaffen werden, indem der hintere Teil der Villa, der durch Büsche zugewachsen ist, freigeschnitten werde, so dass ein barrierefreier Zugang  und Parkfläche geschaffen werden können. Das sei auch bei Konzerten von Vorteil. Denn derzeit müssen Tische, Stühle, Instrumente und alles, was benötigt wird, mühsam über die Treppe hochgetragen werden. Auch hier hofft die Ortsbürgermeisterin bei einigen Arbeiten auf Eigenleistung. Ein Fußweg zur Villa ist ebenfalls in der Planung.

Der Schutzbau aus Holz überdacht die Überreste der römischen Villa. Hier finden häufig Konzerte statt. Foto: TV/Nora John
Die früheren Badeanlagen der römischen Villa sind noch zu erkennen. Foto: TV/Nora John
Das Gestade an der Sauer soll mit den Fördermitteln attraktiver gestaltet werden. Foto: TV/Nora John

Wenn alles im Zeitplan bleibt, sollen für beide Maßnahmen über den Winter die Planungen gemacht werden, so dass im nächsten Sommer schon Ergebnisse zu sehen sind.

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