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Brandserie Speicher: Verdächtige noch nicht angeklagt

Staatsanwaltschaft will erst Beweise auswerten : Brandserie Speicher: Verdächtige nicht angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Trier hat noch immer keine Anklage gegen die zwei Verdächtigen für die Brandserie rund um Speicher erhoben. Es sind inzwischen vier Monate vergangen, seit die Kriminalpolizei Wittlich und die Polizei Bitburg die zwei Beschuldigten ermittelt und verhört haben.

Die Beweisführung ist aber laut dem Leitenden Oberstaatsanwalt Peter Fritzen nach wie vor nicht abgeschlossen: „Der Tatverdacht gründet sich auf Indizien. Es bedarf daher einer umfassenden Auswertung aller Beweismittel.“ Wenn diese abgeschlossen sei, entscheide die Staatsanwaltschaft, ob sie das Verfahren eröffne.

Das heißt aber nicht, dass die beiden im Februar gefassten jungen Männer aus dem Fadenkreuz der Strafverfolgung geraten wären. Nach wie vor, sagt Fritzen, würde gegen die beiden ermittelt.

Verdächtigt werden der 24-Jährigen und der 26-Jährigen neun Brandstiftungen, drei „Sachbeschädigungen durch Feuer“ und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Denn bei der Durchsuchung der Wohnungen der mutmaßlichen Feuerteufel wurden seinerzeit Drogen gefunden.

Im August 2019 hatte eine seltsame Brandserie die Bürger beunruhigt. Mutmaßlich angesteckt wurden etliche Heuballen in Speicher, Beilingen und Zemmer, ein Holzstapel in Dudeldorf und eine Lagerhalle am Stadtrand. Schadenswert, geschätzt: Mehrere Zehntausend Euro.

Zusammenhänge könnten zudem zu einer angezündeten Mülltonne in Bitburg, einer brennenden Hecke und einem entflammten Dixieklo bestehen. Es werde, so Fritzen, aber noch geprüft, ob die Beschuldigten auch für diese Taten verantwortlich sein könnten.

Klar ist: Die Brandserie selbst hat inzwischen aufgehört. Die letzten Fälle liegen inzwischen mehr als ein halbes Jahr zurück.