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Breitbandausbau im Eifelkreis - Mammutprojekt geht in die nächste Runde

Breitbandausbau im Eifelkreis - Mammutprojekt geht in die nächste Runde

Langsames Internet ist für Privatleute ein Ärgernis, für Unternehmen mitunter existenzbedrohend. Doch nun sollen die weißen Flecken im Eifelkreis von der Landkarte verschwinden.

Der Breitbandausbau im Eifelkreis ist ein Mammutprogramm: Bereits fünf Millionen Euro hat der Kreis in die Herstellung der Grundversorgung gesteckt: 158 Gemeinden mit rund 28 000 Haushalten wurden ausgebaut.
Die Gesamtkosten betrugen 14.3 Millionen Euro; das Programm wurde durch EU, Bund und Land mit 14,3 Millionen Euro gefördert.
Ergebnis: Nach dem Ausbau sind mehr als 95 Prozent der Haushalte im Eifelkreis mit mehr als sechs Mbit/s Geschwindigkeit und 59 Prozent der Haushalte mit mindestens 30 Mbit/s Geschwindigkeit ausgestattet. Was vielen Firmen aber nicht ausreicht.

Daher lautet das nächste Ziel: flächendeckende Versorgung mit über 30 MBit/s. Damit wolle man, so Kreissprecher Ansgar Dondelinger, "bislang noch unterversorgte Gemeinden und Gemeindeteile, sogenannte weiße Flecken, ausbauen".
Das Projekt lässt sich der Kreis weitere fünf Millionen Euro kosten. Für mehr als als 85 Prozent der Haushalte sollen sogar 50 MBit/s an Übertragungsgeschwindigkeit realisiert werden.

Der Titel des Großprojekts lautet: Aufbau von Hochgeschwindigkeitsinternet (NGA - Next Generation Access). Bereits im vergangenen Jahr sei es im gesamten Eifelkreis angelaufen, berichtet Dondelinger. Bund und Land hätten ihre Förderung bereits zugesagt, nun laufe die europaweite Ausschreibung.
"Mit dem Abschluss des Vergabeverfahrens wird bis zum Sommer 2017 gerechnet", erklärt Dondelinger.
Danach starten die Ausbauarbeiten in fast allen Gemeinden des Eifelkreises. Bei der Kreisverwaltung rechnet man damit, dass sie auch 2018 noch andauern werden.

Dondelinger:"Mit der Herstellung der Grundversorgung konnten wir zu den Verhältnissen in anderen Landkreisen aufschließen und die bestehende dramatische Unterversorgung im Eifelkreis beheben.
Nach der Umsetzung der NGA-Strategie (Hochgeschwindigkeitsinternet) wird der Eifelkreis zu den gut versorgten Räumen zählen."Extra: HOCHGESCHWINDIGKEIT BEIM INTERNET IM EIFELKREIS


Nach den derzeitigen Planungen belaufen sich die Kosten für das Projekt (NGA - Next Generation Access) auf rund 26 Millionen Euro. Davon hat der Bund im März rund 13 Millionen Euro an Förderung zugesagt. Das Land Rheinland-Pfalz hatte bereits in Antragsverfahren hierzu eine Ko-Finanzierungszusage von 7,8 Millionen Euro (30 Prozent) abgegeben. Die restlichen Mittel werden durch den Eifelkreis Bitburg-Prüm aufgebracht. "Die konkreten Ausbaukosten werden ja erst mit dem Abschluss des Vergabeverfahrens feststehen. Wir rechnen mit Kosten in der Größenordnung von 5 Millionen Euro, die der Kreis übernimmt, aber zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht sagen, ob es nach Abschluss des Vergabeverfahrens genau 5,2 Millionen Euro sein werden", berichtet Kreissprecher Dondelinger.