Briefe ganz groß

Briefe, Briefmarken oder Postkarten - die Liste der Exponate bei der Bleialfer Postausstellung war lang. Die Besucher konnten im Bürgerhaus über 400 Exponate bestaunen und viel über die Geschichte der Post erfahren. Die erste Post in Bleialf eröffnete 1858 ihre Pforten.

Bleialf. (red) Die Besucher konnten bei der Ausstellung im Bürgerhaus viele Exponate bewundern. Dazu zählten die ersten Briefe der Thurn und Taxis, Briefe des Hochadels, Boten- und Pfandbriefe, Briefe der Kirchenfabrik Bleialf, Dokumente und Briefe des Departement de la Saar aus Bleialf und Brandscheid oder die ersten Departementstempel aus Prüm, aber auch Briefe des Generalvikariats Trier und der Bischöfe Joseph von Hommer, Wilhelm Arnoldi, Matthias Eberhard, Felix Korum und Franz Rudolf Bornewasser, alle adressiert an die Kirchengemeinde Bleialf. Über 400 Exponate hatte Ausstellungsorganisator Wolfgang Druckenmüller aus Bleialf zusammengetragen und im Bürgerhaus ausgestellt.

Die erste Postanstalt in Bleialf wurde laut Amtsblatt des Königlichen Post Departements Nr. 25, am 1. September 1858 als "Post-Expedition II. Klasse" errichtet. Auch die Briefmarkenfreunde kamen nicht zu kurz. Ausgestellt waren die erste Briefmarke der Welt aus Großbritannien aus dem Jahr 1840 und die ersten Briefmarken von Belgien, Luxemburg und Niederlande, die ersten Preußenmarken mit Nummernstempel, Thurn und Taxis und die Briefmarken des Deutschen Reiches ab 1872.

In der Ausstellung "140 Jahre Postkarte" gab es unter anderem die erste Postkarte der Welt zu sehen. Die erste Postkarte der Welt, damals noch Correspondenz-Karte genannt, erschien 1869 in Österreich. Noch 1865, auf der Postvereinskonferenz, wurde der Vorschlag von Heinrich Stephan, der Druck einer Postkarte, abgelehnt. Es sei "unmoralisch und "beleidigend" Nachrichten offen zu verschicken. Doch die Postkarte erfreute sich sehr schnell großer Beliebtheit und taucht auch heute noch öfter in den Briefkästen auf.