Bröhl: "Irrel keine Außenstelle"

In der Debatte um das Löschen von Schul-Standorten und um die Einrichtung von Außenstellen gehen die Wogen hoch. Laut Irrels Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hans-Michael Bröhl (CDU) soll Irrel keine Außenstelle von Neuerburg werden.

Irrel. (mr) Irritation um die Schul-Reform im Eifelkreis: Nach den Worten von Irrels VG-Chef Hans-Michael Bröhl ist laut Planer Wolf Krämer-Mandeau nicht vorgesehen, die jetzige Regionalschule Irrel als Außenstelle einer Integrierten Gesamtschule (IGS) Neuerburg zu positionieren. "Diese Feststellung entspricht nicht den Vorschlägen, die anlässlich mehrerer Vorstellungs- und Erörterungsveranstaltungen den Verantwortlichen des Schulträgers und der Regionalen Schule vorgetragen wurden", sagte Bröhl am Donnerstag im Gespräch mit dem TV. Neuerburg vier, Irrel drei Züge

Der Vorschlag Krämer-Mandeaus sehe aus seiner Sicht vielmehr folgendes vor:Es soll eine IGS Neuerburg/Irrel eingerichtet werden, die in den Klassen eins bis zehn siebenzügig geführt werden. Davon sollen vier Züge am Standort Neuerburg, und drei Züge am Standort Irrel eingerichtet werden. Bröhl: "Der Vorschlag des Planers sieht eine gemeinsame Schulleitung und ein gemeinsames Lehrerkollegium vor." Die Weiterführung der integrierten Gesamtschule Irrel/Neuerburg in den Klassen elf bis 13 sei indes am Standort Neuerburg vorgesehen, weil dort die erforderlichen Einrichtungen bereits vorhanden seien, sagte Bröhl. Die Weiterführung der Grund- und Regionalen Schule Irrel als Außenstandort sehe die Planung so nicht vor und werde von allen Verantwortlichen grundlegend abgelehnt. Eine Ablehnung erfolge auch deshalb, weil auch eine "Realschule plus" nach Meinung der Schule und des Schulträgers auf Dauer sowohl ein ausreichend großes Schülerpotenzial ansprechen würde. Außerdem könnte diese Schulform ein qualifiziertes Angebot an Schülerinnen und Schüler machen, welches durch Intensivierung von Kooperationen mit Weiterführungswegen in den gymnasialen oder berufsbildenden Oberschulbereich optimierbar sei. Bürgermeister Bröhl: "Dabei werden Kooperationen sowohl im Einzugsbereich des Eifelkreises Bitburg-Prüm, als auch mit der Stadt Trier - insbesondere im Bereich der technischen Weiterbildung - angestrebt."