Bühne frei für den Bitburger Beda-Markt

Wirtschaft : Liveticker - Heute startet der Bitburger Beda-Markt

Die älteste jährliche Messe der Region wird an diesem Wochenende zum 40. Mal veranstaltet. Hier gibt es ein paar Empfehlungen von Insidern des Bitburger Beda-Marktes.

Er ist ganz schön alt – und trotzdem jung geblieben. Der Beda-Markt geht dieses Jahr zum 40. Mal über die Bühne und ist damit die älteste jährlich ausgerichtete Messe der Region Trier. Bei seiner Premiere 1980 war der Markt eine Ausstellung von Autos und Landmaschinen. Seitdem hat sich viel verändert, und doch ist sich die Eifeler Leistungsschau, bei der sich ab heute wieder mehr als 200 Aussteller aus den Bereichen Handwerk, Handel und Landwirtschaft präsentieren, treu geblieben.

„Es gibt ein ganz tolles Miteinander und Zusammenspiel aller Verantwortlichen hier vor Ort“: sagt  Edgar Bujara, Sprecher der Werbegemeinschaft Autowelt Bitburg. Das sei das Erfolgsgeheimnis des Beda-Markts. Er erinnert sich lebhaft an seinen ersten Markt. „Da war ich  der Ausbildung“, sagt Bujara. Es gab keine Zelte, kein Catering, keine Kronleuchter.  Die Autos standen unter freiem Himmel auf dem Beda-Platz. Der damalige Bürgermeister Theo Hallet stieg für seine Ansprache auf einen Anhänger. Verkaufsgespräche wurden im Wohnwagen geführt.

Als Bujara 2001 die Organisation der Automobilausstellung übernahm, wollte er die Ausstellung „richtig unter Dach bringen“. Also wurde ein Zelt aufgestellt. Das wurde im Laufe der Zeit immer feudaler. Zuletzt standen die auf Hochglanz polierten Wagen auf Teppichen unter Kronleuchtern.

Größte Neuerung seither: das Zirkuszelt, in dem die Autowelt 2018 Premiere gefeiert hat, und das Streetfood-Festival, das nun zum zweiten Mal Leckereien vom Latino-Snack bis zum Pulled-Pork-Burger bietet. Sein Tipp: „Lasst euch überraschen. Wir haben unseren Besuchern im Vorjahr zugehört und uns weiter verbessert.“

Gerd Grebener, Geschäftsführer der Rinder-Union West in Fließem, ist schon Anfang der 1990er Jahre zu den ersten Landwirtschaftsschauen nach Bitburg gereist – damals noch von Münster aus. In der alten Auktionshalle wurden Zuchttiere prämiert und versteigert. „Wir hatten schweinekalte Füße, wenn wir da so saßen und noch miteinander redeten, aber heim wollte keiner“, sagt Grebener. Zum Wärmen gab es Schnaps und Schwenker vom Grill.

Seit 1996 organisiert er die Landwirtschaftsschau. Mit dem Schwenker in der Halle war es schnell vorbei. Das Lebensmittelschutzgesetz wurde novelliert. Seither dürfen in der Halle, in der ja auch die Tiere sind, keine Lebensmittel mehr angeboten werden. So kam es, dass das erste Zelt aufgebaut wurde,  und schnell sammelten sich rundherum Aussteller wie Futtermittelhersteller, Stallbauer und Molkereien, bis die inzwischen rund 60 Aussteller ihr eigenes Zelt brauchten. 2018 dann der Umzug zur neuen Auktionshalle nach Fließem.

Im Autozelt werden Strahler montiert... Foto: TV/Dagmar Dettmer
... und im Handwerkerzelt die Stände plakatiert – heute steht alles blitzblank bereit für den Beda-Markt. Foto: TV/Dagmar Dettmer

Für Grebener ist es „einfach super, dass Verbraucher und Produzenten beim Beda-Markt Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zukommen. Hier kann man Landwirte fragen, was sie von der Rückkehr des Wolfes halten oder womit sie ihre Tiere füttern. Es st wichtig, Vorurteile abzubauen und sich zu informieren.“ Sein Tipp: Der Bambini-Wettbewerb am Sonntagnachmittag – dann zeigt der Züchternachwuchs Kälbchen in der Auktionshalle.

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