Bürger packen an

Schleiden. (dpa) Der Nationalpark Eifel bekommt Unterstützung von Bürgern: Rund ein Jahr nach dem Start des Schutzgebiets hat sich die "Bürgerstiftung Nationalpark Eifel" gegründet.

Die neue Bürgerstiftung will Projekte in Naturschutz, Wissenschaft, Bildung, Kunst oder Denkmalpflege entwickeln, fördern und auch andere Einrichtungen darin unterstützen. "Der Bürger kann hier was bewegen", sagte der Initiator Volker Hoffmann am Montag zum Arbeitsstart. Wer Stifter werden möchte, muss mindestens 500 Euro einzahlen. Das Startkapital der bisher 20 Stiftungsgründer beträgt 50 000 Euro. In der nächsten Zeit soll offensiv um Zustiftungen geworben werden. "Mit den Zinsen aus dem Kapital können wir wertvolle Arbeit machen, die den Nationalpark und die Region unterstützt", sagte Hoffmann. Die Stiftung will eng mit dem Förderverein Nationalpark Eifel zusammenarbeiten. Mit knapp 800 Mitgliedern ist sie einer der größten Fördervereine für Nationalparks in Deutschland. Das Eifeler Schutzgebiet ist der erste Nationalpark, in dem Buchenwälder in Mittelgebirgslagen großflächig geschützt werden. Es erstreckt sich über 110 Quadratkilometer an der deutsch-belgischen Grenze. Rund zwei Drittel sind Staatswaldflächen des Landes. Der Rest gehört zu dem jetzt noch genutzten Truppenübungsplatz Vogelsang. Nach Abzug des belgischen Militärs 2005 soll das Gelände in den Park mit einbezogen werden.

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