Bürger sollen beim neuen Hahnplatz mitreden

Bürger sollen beim neuen Hahnplatz mitreden

Der Stadtrat Prüm hat sich in seiner letzten Sitzung des Jahres mit einigen Bauvorhaben befasst - und erwartungsgemäß wieder mit der Neugestaltung des Hahnplatzes. Im Fokus diesmal: Die mögliche Verlegung der Bushaltestelle vom Klosterhof in den Gerberweg.

Prüm. Trauriger Auftakt einer am Ende lebhaften Ratssitzung in Prüm: Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy nahm spürbar ergriffen Abschied von Stadtratsmitglied und CDU-Parteifreund Jürgen Zengerling, der am Sonntag unerwartet gestorben war (TV von Dienstag). Die Fraktionen gedachten seiner mit einer Schweigeminute.
Anlieger-Betriebe besorgt


Zu Diskussionen kam es dann beim Thema Hahnplatz-Neugestaltung - sie scheint sich zum Dauerbrenner zu entwickeln, noch bevor der detaillierte Umbauplan von Architekt Maik Böhmer präsentiert wird.
Denn im Zuge der Neugestaltung gibt es Überlegungen, die Bushaltestelle am Klosterhof vor dem Regino-Gymnasium zu verlegen - in den Gerberweg, der auf der Rückseite der Schule an den großen Pausenhof grenzt und ohnehin ausgebaut werden soll.
Laut Beschlussvorlage sollte die Bürgermeisterin damit beauftragt werden, die Planungsleistungen für die nächste Sitzung vorzubereiten und die nötigen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange einzuholen.
Zu früh, fand jedoch Dieter Nahrings von der CDU: Er stellte den Antrag, das Thema auf die nächste Sitzung zu schieben. Der Hintergrund: Die Anlieger-Betriebe am Hahnplatz fürchten bei einer Verlegung der Haltestelle, dass ihnen möglicherweise Kundschaft verloren geht, weil diese nicht mehr direkt in der Nähe aussteigt. Nahrings plädierte deshalb dafür, erst noch das Bürgergespräch mit dem Planer (Mittwoch, 8. Januar) abzuwarten: "Wir haben jetzt keine Eile." Zumal es für viele Bürger so aussehe, als sei die Verlegung bereits beschlossene Sache. Dem widersprachen allerdings fast alle anderen, die sich zu Wort meldeten: Eine Zustimmung zum Beschluss verhindere keine Bürgerbeteiligung, sagte Dirk Kleis von der Liste Kleis. Markus Fischbach (SPD) sprach sich dafür aus, die Sache voranzubringen - allerdings auch unter Beteiligung von Straßenplanern, Busunternehmen und Verkehrsbetrieben, damit auch diese Fachleute einbezogen seien.
Auch Herbert Berens-Knauf (CDU) war für den Beschluss, denn damit sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Nahrings Antrag wurde von einer großen Mehrheit abgewiesen.
Bitte keinen Tratsch


Und die Stadtbürgermeisterin verwahrte sich noch enmal vehement gegen Fehlinformationen: Im Zusammenhang mit dem Hahnplatz "wird viel durch die Stadt getragen, was keine Grundlage hat".
Einigkeit herrschte bei den anderen Punkten: Für das Vorhaben einer Seniorenwohnanlage auf dem Teichplatz-Parkhaus wurde der Bebauungsplan geändert: Die Aufbauten sollen niedriger werden als vorgesehen, um Beeinträchtigungen der Anwohner zu verringern.
Um das Wohnen im Alter ging es auch bei einem weiteren Tagesordnungspunkt: Für die ebenfalls geplante Seniorenresidenz Tafelspitze am St.-Joseph-Krankenhaus wurde der Bebauungsplan beschlossen.