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Bürger sollen Zukunft der Region gestalten

Irrel. Der Naturpark Südeifel lädt Mitte September zur ersten großen Konferenz ein. Dabei geht es um das Handlungsprogramm für die nächsten zehn Jahre. Neben Kommunen und Fachbehörden ist ausdrücklich auch die Beteiligung von Bürgern und Vereinen gewünscht. Stefanie Glandien

Irrel. Toll ausgeschilderte Premiumwanderwege, neue örtliche Rundstrecken, die Erhaltung der Streuobstwiesen oder der Flussvertrag Our - das sind nur einige von vielen Projekten, die der Naturpark Südeifel in den vergangenen acht Jahren umgesetzt hat. Seit 1958 trägt er wesentlich zu Pflege und Entwicklung der typischen Südeifel-Landschaft bei und schafft gemeinsam mit den Gemeinden attraktive Erholungsmöglichkeiten und touristische Angebote für Einheimische und Besucher. Grundlage für seine Arbeit ist ein sogenanntes Handlungsprogramm. Das hat der Naturpark 2009 zum ersten Mal aufgestellt. Zum einen ist das gesetzlich so vorgeschrieben, es ist aber auch Bedingung für die Fördermittelakquise, erklärt Daniela Torgau, Geschäftsführerin vom Zweckverband Naturpark Südeifel.
Millionenschwere Investitionen


Und darin war ihr Team gut. Von 2009 bis 2015 hat der Zweckverband Projekte in Höhe von knapp 5,6 Millionen Euro mit Zuschüssen für die Kommunen in Höhe von 4,7 Millionen Euro umgesetzt. "Damit kann man schon was bewegen", sagt Torgau. Ihr ist es wichtig, dass sich möglichst viele an der Naturparkkonferenz am Donnerstag, 15. September, beteiligen. Dort soll das neue Handlungsprogramm für die Jahre 2018 bis 2027 auf den Weg gebracht werden.
Vor allem die großen Themen wie demografischer Wandel, die E-Mobilität und die Digitalisierung der Gesellschaft sollen in die Planung einfließen.
Zu Beginn der Konferenz werden verschiedene Referenten in kurzen Vorträgen Ausblicke auf mögliche Entwicklungen geben, Beispiele aus anderen Naturpark-Regionen zeigen und auf die konkrete Situation im Naturpark Südeifel eingehen.
Anschließend haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Wünsche und Ideen einzubringen und sich für fünf unterschiedliche Arbeitsgruppen anzumelden.
Denkbar wären Handlungsfelder wie nachhaltiger Tourismus, Kulturlandschaft, Naturschutz, Regionalentwicklung, Daseinsvorsorge und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Im Oktober 2017 sollen die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen dann vorliegen. Begleitet wird der Prozess von einer Steuerungsgruppe.
Die Arbeitskreise bekommen Berater ("Coaches") an die Seite, die unterstützen und moderieren. "Was erarbeitet wird, endet nicht auf dem Papier, sondern draußen als Projekt", sagt Daniela Torgau. Mit dabei sein wird auch Matthias Irle vom Planungsbüro Irle, zuständig für Landschafts- und Tourismusplanung. Ein dickes Pfund, mit dem der Naturpark seiner Meinung nach wuchern kann, sind die besonders vielfältige Landschaft und die Themenvielfalt. Wichtig sei, neue Trends zu erkennen.
Dazu zählt zum Beispiel die vermehrte Nachfrage nach barrierefreien Wanderwegen. Nach kürzeren, einfacheren Touren, die sich für Senioren, Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer eignen. "Da stehen wir noch ganz am Anfang", sagt Torgau. Themen könnten aber auch sein: der Westwall, neue Kommunikationswege mit dem Gast oder eine Plattform für die Freizeitmöglichkeiten in der Region.Extra

Die erste Naturparkkonferenz Südeifel ist am Donnerstag, 15. September, von 9 bis 14 Uhr, im Konferenzraum der Kreisverwaltung in Bitburg. Es gibt Kurzreferate zu den Themen "Landschaft 2030 - eine Herausforderung für die Naturparks" und "Naturparks im Wandel am Beispiel des Naturparks Südschwarzwald". Moderiert wird die Konferenz von Daniela Torgau, Geschäftsführerin Zweckverband Naturpark Südeifel. sn Anmeldung erforderlich bis Freitag, 9. September, unter Telefon 06525/79206, E-Mail: info@naturpark-suedeifel.de