Bürgerentscheid kann Gebietsreform nicht stoppen

Bürgerentscheid kann Gebietsreform nicht stoppen

Die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde (VG) Irrel wollten es ganz genau wissen. Am Sonntag kamen die Bürger zu Wort (der TV berichtete).

Sie durften für oder gegen eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Neuerburg stimmen. Das Votum war klar, 2897 Bürger, also mehr als 90 Prozent der Abstimmenden, sagten Nein zu einer Zwangshochzeit. "Das ist eine ordentliche Zahl", sagt Norbert Schneider, VG-Chef in Neuerburg. "Jetzt liegt es am Land, eine Entscheidung zu treffen." Christoph Gehring, Pressesprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums: "Wir haben das Ergebnis in Irrel zur Kenntnis genommen. Die Entscheidung der Wähler wird als ein weiterer Aspekt in der Gesamtschau der geplanten Gebietsänderung berücksichtigt." Im Gegensatz zur Irreler Verwaltung denkt Schneider, dass die Fusion zu meistern sei: "Allein haben wir auf Dauer keine Chance." Gehring: "Die Ablehnung des Zusammenschlusses mit Neuerburg durch rund 22 Prozent der Wahlberechtigten in Irrel vermag den sich aus dem Gesetz ergebenden Gebietsänderungsbedarf nicht auszuräumen." MRA