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Bürgermeister "Reisemuffel"

Bürgermeister "Reisemuffel"

BITBURG-PRÜM. (mr) Die hauptamtlichen Bürgermeister aus dem Kreis Bitburg-Prüm scheinen "Reisemuffel" zu sein. Nur einer von acht Rathauschefs war mit dem RWE auf Tour.

Eine Umfrage unter den sieben Verbandsgemeinde-Bürgermeistern im Kreis Bitburg-Prüm und dem Stadtbürgermeister von Bitburg ergab: Reisen mit dem Energiekonzern RWE standen bisher alles andere als auf der Tagesordnung. So klingen die Antworten der Eifeler Rathauschefs auch ausgesprochen stereotyp, wenn sie auf das Thema angesprochen werden: "Ich habe an keiner gesponserten Reise teilgenommen", versichert zum Beispiel Speichers VG-Chef Rudolf Becker. Auch Bernd Spindler (Kyllburg) fasst sich kurz und knapp: "Ich habe an keinen RWE-Reisen teilgenommen." "An keinerlei von mir nicht bezahlten beziehungsweise gesponserten Reisen, auch nicht vom RWE, teilgenommen" hat auch Arzfelds Verbandsgemeindechef Patrick Schnieder. So oder ähnlich ließen sich die Antworten fortführen, die von Joachim Streit (Stadt Bitburg), Jürgen Backes (Bitburg-Land), Norbert Schneider (Neuerburg) und Hans-Michael Bröhl (Irrel) innerhalb von knapp 24 Stunden auf dem Redaktionsschreibtisch landeten. Demnach war Prüms Verbandsgemeindechef Aloysius Söhngen der einzige, der sich reisend informierte und kein Problem damit hat, sich dazu zu bekennen: "Auf Einladung des RWE habe ich Anfang der 90er-Jahre an einer Informationsfahrt betreffend Windenergieanlagen nach Norddeutschland teilgenommen, als in der Region mit der Aufstellung der ersten Windanlagen begonnen wurde", teilt Söhngen mit und ergänzt, dass er auf Einladung der Energieversorgung Mittelrhein einmal gemeinsam mit Vertretern verschiedener Eifler Unternehmen an einer Informationsfahrt über die Gasversorgung in Deutschland nach Baden teilgenommen habe. Söhngen: "Die beiden jeweils zweitägigen Fahrten waren sehr informativ."