Bummeln auf dem Bitburger Bauernmarkt und in der Stadt

Verkaufsoffener Sonntag : Bummeln auf dem Bitburger Bauernmarkt und in der Stadt (Fotos)

Der Bitburger Bauernmarkt und der parallele verkaufsoffene Sonntag haben Bitburg am Wochenende zum Einkaufsmagneten gemacht. Dazu hat auch das sonnige Herbstwetter beigetragen.

Kürbisse sind wohl eines der bekanntesten Symbole für den Herbst. Beim Bitburger Bauernmarkt liegen sie in bunter Vielfalt von rund 60 Sorten am Stand von Petra Land aus Oberweis. Da fällt so manchen Kunden die Auswahl schwer. Auch das Gesamtbild des traditionellen Marktes zeigt sich von der vielfältigen Seite. Die vielen hundert Besucher finden gleich mehrere Honiganbieter aus der Region, Tees oder Gewürze oder herbstliche Gestecke für Zuhause oder den Friedhof.

„Vor allem junge Frauen nähen wieder mehr und deshalb brauchen sie auch Stoffe und Kurzwaren“, erklärt Guido Knop, der seiner Frau Beatrix am Stand von Trixis Stofftruhe hilft.

Karl Knörr aus Stadtkyll sitzt an seinem Stand und flechtet einen Weidenkorb. „Früher war es einfacher, davon zu leben“, erklärt seine Frau Maria. „Wir verkaufen so einen Korb für 14 Euro, das ist kein besonders guter Stundenlohn“, lacht sie. Wenn man Karl Knörr bei der Arbeit beobachtet, erkennt man, wie akkurat er Weidenrute für Weidenrute einbindet und entwickelt ein klares Gefühl von Wertschätzung für diese Arbeit.

„Bei mir läuft es recht langsam an“, lacht Jessica Theis aus Berlingen. Sie steht zum ersten Mal mit ihrem Füllmal-Truck auf dem Bitburger Bauernmarkt. „Die Leute müssen sich erst an mich gewöhnen und daran, dass man bei mir Nudeln oder Kaffee unverpackt einkaufen kann“, weiß die junge Frau aus den Erfahrungen ihrer ersten Monate in denen sie Märkte anfährt.

„Es ist schon viel Arbeit“, erklärt Mario Schönecker aus Oberweiler, der seinen Honig auch zum Probieren anbietet. Der Nebenerwerbs-Imker schätzt den direkten Kontakt zu den Kunden und erklärt immer wieder den Unterschied zwischen Rapshonig oder dem Waldhonig.

Auch die Innenstadt füllt sich sehr schnell zum verkaufsoffenen Sonntag. Anfangs trauen sich die Besucher nicht, über die Trierer Straße zu schlendern, denn hier herrscht sonst reger Straßenverkehr. Das legt sich aber schnell und so bilden sich hier, genau wie in der Fußgängerzone, lange und breite Schlangen von Einkaufswilligen. „Am Bauernmarkt ist immer gutes Wetter und dann kommen die Leute auch zu uns“, lacht Jennifer Baumann vom Kinderladen Kleine Maus. Auch wenn viele Menschen das schöne Herbstwetter eher zum Bummeln nutzen, macht es den Anschein, als sei die Kombination von Bauernmarkt und verkaufsoffenem Sonntag ein klarer Pluspunkt für Bitburg.

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