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Bummeln, Feilschen, Schätze bergen

Bummeln, Feilschen, Schätze bergen

Antike Haushaltswaren, Möbel, Werkzeug, Porzellan, Schmuck oder dicke Bücher: Seit nunmehr 38 Jahren treffen am ersten Juliwochenende in Roth an der Our die Händler und Jäger alter Schätze aufeinander. Der Handel mit Neuwaren ist strikt verboten.

Roth an der Our. Seit sieben Wochen laufen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Roth an der Our die Vorbereitungen für das größte Event im Veranstaltungskalender der kleinen Südeifelgemeinde: Der Antik-Flohmarkt, der jährlich tausende Besucher anlockt, geht am Sonntag, 3. Juli, in die 38. Runde.
Jede Menge Antiquitäten wechseln dann dort von 10 bis 18 Uhr wieder den Besitzer. Mehr als 70 Aussteller aus ganz Deutschland sowie den Nachbarländern Luxemburg, Belgien und den Niederlanden haben ihre Teilnahme zugesagt.

Angebot: "Für mich persönlich ist der Höhepunkt am Flohmarkt, dass es der einzige Markt ist, wo nur antike Artikel angeboten werden", sagt Feuerwehrmann Rolf Becker, der seit 38 Jahren mit im Organisationsteam sitzt. Denn der Verkauf von Neuwaren, wie er auf Flohmärkten mehr und mehr zur Mode werde, sei in Roth an der Our nicht erlaubt.
Darauf legen die Rother großen Wert. Handyzubehör, fabrikneue Klamotten und Werkzeug wird man also dort vergebens suchen. Wenn man sich mit einem Händler auf einen Preis einigen kann, dann lassen sich in Roth an der Our aber interessante Altertümchen ergattern.
"Es werden nur Raritäten und Altertümer aus Eifel und Ardennen diesseits und jenseits der Grenzen angeboten", sagt Braun. Solche Antiquitäten wollen die Händler dort präsentieren: Landwirtschaftliche Geräte, Leiter und Handwagen, Holzpflüge, Drehmaschinen, Kuh- und Pferdegeschirr und vieles mehr. Auch Haushaltsgeräte wie Kochtöpfe und Nähmaschinen, Bügeleisen, Waffeleisen, Uhren, Kaffeemaschinen, Zentrifugen und Küchengeschirr sind im Angebot.
Dazu Antikmöbel wie Truhen, Tische, Stühle, Schränke und Originalitäten aus Kupfer, Messing und Zinn, Bücher, Münzen sowie Bilder. Antiquitäten aus dem Bereich Handwerk, zum Beispiel Schmiede- und Schreinerarbeiten sowie Werkzeuge komplettieren das Angebot des Marktes. Für kein Geld der Welt kann man allerdings das passende Wetter zum Antik-Flohmarkt kaufen.

Besucher: Wie viele Besucher es letztendlich werden, sei eben stark vom Wetter abhängig, sagt Becker. In den vergangenen Jahren waren es stets Tausende. Die Südeifeler haben vorsichtshalber auch auf der Airbase Spangdahlem die Werbetrommel gerührt und hoffen deshalb auf viele amerikanische Gäste.

Ambiente: Auf ihrer Internetseite werben die Veranstalter aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr, die den Flohmarkt seit 1978 organisiert, sogar mit dem Slogan "Der vielleicht schönste Flohmarkt Deutschlands". Der TV hat nachgefragt: Was macht den Trödelmarkt in der Südeifel so einzigartig? Mitorganisator Eric Braun antwortet: "Das können die Besucher am besten herausfinden, wenn sie vorbeikommen. Für die kleinen Besucher steht eine Hüpfburg bereit.

Kulinarik: Was den Markt so besonders macht? "Hier findet man Antiquitäten, die es auf anderen Flohmärkten nicht gibt." Aber auch das Ambiente auf der Wiese unter den Bäumen am Flussufer sei sehr angenehm, sagt Braun. Für viele Besucher daneben auch ein guter Grund, sich jedes Jahr auf den Weg nach Roth an der Our zu machen, sind die Eifeleler Delikatessen, die es dort zu kosten gibt:
Auf einem alten Holzofen braten Mitglieder der Feuerwehr nach langer Tradition und Großmutters Rezeptur "Krompabridderscher" (hochdeutsch: Kartoffelpuffer) sowie Waffeln.

Anmeldung: Die 15 Organisatoren von der Freiwilligen Feuerwehr Roth an der Our nehmen noch Anmeldungen von Ausstellern entgegen. "Falls es mehr werden als üblich, haben wir noch Kapazitäten", sagt Braun.
Die Platzmiete für den laufenden Meter Stellfläche beträgt sieben Euro.
Anmeldung nehmen die Veranstalter per E-Mail unter
anmeldung@eifeler-flohmarkt.de an.