Verkehrswende 3,8 Millionen für den Ausbau der Bitburger Radwege – Bundesverkehrsminister Volker Wissing setzt den ersten Spaten

Bitburg · Bundesverkehrsminister Volker Wissing und die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt haben Bitburg besucht und ein sehnsüchtig erwartetes Schreiben symbolisch überreicht: einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 3,8 Millionen Euro für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts der Stadt Bitburg.

Förderbescheid für Radverkehrskonzept Bitburg überreicht
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3,8 Millionen Euro für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts

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Foto: TV/Frank Auffenberg

Der Bitburger Stadtrat hat bereits im Sommer 2021 ein Radverkehrskonzept beschlossen, dass mehr Sicherheit, bessere Wegführungen und komfortablere Strecken bringen soll (der TV berichtete). Teile des Programms wurden bereits umgesetzt, doch eins fehlte bisher noch: eine Förderzusage zur Finanzierung des ambitionierten Programms. Bundesverkehrsminister Volker Wissing und die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt haben das ersehnte Papier nun gleich persönlich vorbeigebracht

In einer kleinen Feierstunde überreichten sie gemeinsam den Zuwendungsbescheid und die Förderurkunde förmlich an Bürgermeister Joachim Kandels . Satte 3,8 Millionen investiert das Bundesministerium aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ in den Ausbau der Radwege.

„Damit mehr Menschen das Fahrrad nutzen, brauchen wir in den Kommunen eine attraktive Radinfrastruktur“, betonte Verkehrsminister Wissing. Zur Attraktivität gehörten ebenso flächendeckende, lückenlose Netze, sichere Abstellmöglichkeiten und selbsterklärende Führungsformen. „Damit alle Menschen gut an ihr Ziel kommen. Mit unserem Sonderprogramm unterstützen wir die Länder und Kommunen dabei – so wie die Stadt Bitburg mit ihrem Radverkehrskonzept.“

In Bitburg werde die Infrastruktur ganzheitlich konzipiert und umgesetzt – von sicheren und durchgängigen Radwegen bis zu sinnvollen und sicheren Abstellmöglichkeiten. „Mit vielen großen und kleinen Maßnahmen schafft die Stadt ein gutes Angebot an die Menschen für mehr klimafreundliche Mobilität. Das ist auch ein gutes Beispiel für viele weitere Kommunen in Deutschland,“ sagte Wissing in seiner Begrüßungsansprache.

Schmitt betonte, dass ein gut ausgebautes und verkehrssicheres Netz die Innenstädte und Regionen belebe. „Mit dem neuen Radverkehrskonzept wird sich die Infrastruktur für den Radverkehr in der Stadt noch einmal deutlich verbessern. Insbesondere die Stadtteile und Nachbargemeinden werden vorbildlich angebunden.“ Jeder Euro, der in den Radverkehr fließe, sei zudem eine Investition in den Tourismus, so Schmitt.

„Es ist uns eine große Ehre, dass Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt die Übergabe der Förderurkunde des BMDV und die Förderzusage des Landes persönlich in Bitburg vornehmen und den symbolischen Spatenstich vollziehen“, bedankte sich Kandels in der Mensa des St. Willibrord-Gymnasiums. Direkt neben der Schule setze man an einer alten Treppe, die nun verschwinden wird, den symbolischen „ersten“ Spatenstich.

„Bis Jahresende wollen wir möglichst alle 126 Einzelmaßnahmen umgesetzt haben. Dazu gehört auch die Entfernung der Treppe neben der Schule“, erklärte Ralf Mayeres, Teamleiter Tiefbau, bei einer kurzen Vorstellung des Konzepts.

Mit dem Kölner Planungsbüro VIA hat die Stadt es unter reger Beteiligung fahrradbegeisterter Bürger das Konzept entwickelt. Die Umsetzung wird voraussichtlich insgesamt 4,2 Millionen Euro kosten und soll die Radverkehrsinfrastruktur in Bitburg nachhaltig zu verbessern und insbesondere den Schülerradverkehr sicherer und kinderfreundlicher zu gestalten. Ziel ist auch die Anbindung aller Stadtteile an die Innenstadt. Mit den Fördermitteln aus dem Sonderprogramm „Stand und Land“ wird die Stadt Bitburg in die Lage versetzt, ihr Radverkehrskonzept schneller als geplant umzusetzen. Neunzig Prozent der förderfähigen Kosten werden der Stadt aus dem Programm erstattet.

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