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Bundesministerin Julia Klöckner bei CDU-Wahlkampfveranstaltung Fließem

Wahlkampf : Julia Klöckner zu Gast bei Rinderunion Westeifel

Wie stellt sich die CDU die Zukunft der regionalen Landwirtschaft vor? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Freitagnachmittag auf der CDU-Wahlkampfveranstaltung in Fließem.

(axw) Bauern, Tierärzte und die CDU-Prominenz der Region haben sich am Freitag auf dem Gelände der Rinder Union West in Fließem versammelt, um zweieinhalb Stunden lang über den Plan der CDU für die Landwirte in Deutschland, Rheinland-Pfalz und der Eifel zu sprechen. Als Rückendeckung für den Direktkandidaten der CDU Patrick Schnieder und den CDU-Landratskandidaten Andreas Kruppert war auch die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner, zu Gast.

Selbstbewusst und mit klaren Worten richtete Klöckner sich an diesem Abend vor allem an die Landwirte. Eines der größten Themen war dabei die Außenwirkung der Bauern in der Bevölkerung. „Eine Landwirtschaft, die vom Großteil der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert wird, hat keine Zukunft“, erklärte Klöckner gleich zu Beginn ihrer Rede. Die Veränderungen in der Landwirtschaft seien nicht mehr aufzuhalten, also müsse man mit dem Trend gehen und ihm voraus sein.

Gleichzeitig brauche es laut Klöckner auch ein besseres Verständnis in der Bevölkerung für den Wert der Nahrungsmittel und die harte Arbeit hinter dem Produkt. Besonders im Bereich der Schulen und Lehrer sei noch großer Verbesserungsbedarf.

Bundesministerin Julia Klöckner bei CDU-Wahlkampfveranstaltung Fließem
Foto: TV/Hartmann, Simon

Die versammelten Landwirte und Tierärzte hatten jedoch auch einige Kritikpunkte an der aktuellen Politik: Das EU-weite Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung, die zu kurzen Fristen für neue Standards in der Haltung oder die teils unterirdischen Preise für Fleisch und Milch.

Kritik wurde dabei von Klöckner meist schnell relativiert. Die EU habe entschieden und man habe als CDU, die sich seit jeher als Bauernpartei versteht, alles getan, um Fristen zu verlängern und Ausnahmeregelungen für die Landwirte herauszuschlagen.

Auch auf die Molkereien oder die Luxemburger Bauern habe man keinen Einfluss. Stattdessen ging man in die Offensive, erklärte es als Pflicht der Bauern, sich breit und zukunftsfähig aufzustellen. Gleichzeitig beschwichtigte man die Landwirte mit gigantischen Fördersummen und lockeren Auslegungen von EU- Gesetzen. Zuckerbrot und Peitsche als Antwort auf kritische Fragen.

Zugeständnisse zu Fehlern der Politik gab es von Frau Klöckner am Freitagnachmittag in Fließem jedoch keine.

(axw)