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Lena Werner: SPD-Kandidatin im Wahlreis Bitburg - Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl : SPD-Kandidatin im Wahlkreis Bitburg: Warum Lena Werner sich für Tourismus und besseres Internet einsetzt

Politische Themen sind wichtig bei einer Wahl. Aber was treibt die Kandidaten in ihrem Alltag an? Der Blick in das Leben einer Kandidatin.

Sie ist die jüngste Kandidatin des Wahlkreises Bitburg bei der Bundestagswahl 2021. Mit 26 Jahren will Lena Werner frischen Wind in den Bundestag bringen. Ihr Ziel: den Bundestag weiblicher und jünger machen, sich für die Region einsetzen und jungen Menschen eine stärkere Stimme verleihen.

Jüngste Direktkandidatin im Wahlkreis Bitburg bei der Bundestagswahl 2021

Politik beschäftigt Lena Werner eigentlich schon ihr Leben lang. Als Tochter der SPD-Politikerin Erika Werner wurde ihr politisches Verständnis quasi schon in die Wiege gelegt. Mit 15 Jahren war sie bereits Teil des ersten Wittlicher Jugendparlaments. „Meine Mutter ist ein großes Vorbild für mich. Aber ich möchte auch über mich selber hinauswachsen. Unser Land braucht eine andere Politik, als man sie bisher kennt. Näher am Menschen und an dem, was die Leute bewegt. Dafür will ich mich im Bundestag einsetzten“, sagt Werner.

Dabei setzt sie auch in ihrer Freizeit schon einiges in Bewegung. Als gelernte Hotelfachfrau mit dualem Studium in Tourismuswirtschaft und Eventmanagement hilft sie ehrenamtlich bei der Organisation von Sportveranstaltungen, überwiegend in Wittlich. Ihr Herz schlägt vor allem für Handball, insbesondere die Rhein-Neckar Löwen. „Es ist einfach unglaublich spannend zu sehen, wie solche Events organisiert sind. Das Tollste war bisher die Handball-WM der Männer in Köln, bei der ich mich um die Hotelbetreuung gekümmert habe. Ich bin ohnehin schon gerne auf Sportveranstaltungen, aber der Blick hinter die Kulissen ist nochmal etwas ganz Besonderes.“

SPD-Kandidatin Lena Werner will den Tourismus fördern

Die Begeisterung für Events schlägt sich auch in ihrem Programm nieder. Den Tourismus in der Region will Werner gezielt stärken, sollte sie nach Berlin gehen. „Unsere Region lebt vom Tourismus. Er sorgt nicht nur für jede Menge Arbeitsplätze, sondern stärkt auch die Wirtschaft. Unsere Region wächst durch jeden Touristen, der zu uns kommt.“

Werner ist auch selber des Öfteren als Touristin unterwegs. Einen besonderen Platz in ihrem Herzen hat dabei Chicago im US-amerikanischen Illinois. Nach dem Abitur hat sie dort ein Jahr als Au Pair gelebt und später als Trainee für Eventmanagement bei der Deutsch-Amerikanischen Außenhandelskammer gearbeitet. „Zu meiner Gastfamilie und vielen Freunden dort habe ich nach wie vor engen Kontakt. Chicago ist wie eine zweite Heimat für mich.“

Abseits vom Trubel der Sportevents und der Politik findet Werner Ausgleich in der Natur und durch Yoga. „Es ist eine ziemliche Herausforderung, die verschiedenen Figuren auszuführen. Man braucht nicht nur Kraft und Balance, sondern muss sich auch sehr auf seinen eigenen Körper konzentrieren. Man lernt sich selbst viel besser kennen und kommt dadurch auch schneller zur Ruhe.“

In Berlin will Werner vor allem mehr Aufmerksamkeit für den ländlichen Raum bewirken. Das Stadt-Land-Gefälle auszugleichen, ist eines ihrer Top-Themen. Das Schlimmste ist für sie der stockende Breitbandausbau. „Eine gute Internetverbindung ist heutzutage unerlässlich, auch für die Entwicklung der Region. Überall im Wahlkreis gibt es Gegenden, in denen es kein vernünftiges Internet oder Handynetz gibt. Versuchen Sie da mal, im Homeoffice zu arbeiten. Dort muss sich unbedingt etwas ändern.“

Was erwartet Lena Werner für die SPD bei der Bundestagswahl 2021?

Mit Blick auf die Bundestagswahl ist Werner zuversichtlich. Dem Erfolg der SPD stehe bei der Bundestagswahl eigentlich kaum etwas im Weg, findet sie: „Olaf Scholz ist ein sehr starker Kandidat. Und auch die Grundstimmung passt. Wir sind eine zukunftsorientierte Partei mit einem Plan und wir lassen niemanden hängen. In meinen Augen spricht nichts gegen ein erfolgreiches Ergebnis.“

Sollte Lena Werner selbst nach Berlin gehen, wolle sie einiges verändern, wie sie sagt. „Natürlich wäre es auch für mich eine große Umstellung. Aber ich will dazu beitragen, Deutschland zum Positiven zu ändern. Für endlich mehr Politik auf Augenhöhe mit den Menschen.“

Bei der Bundestagswahl 2021 am 26. September bewerben sich als Direktkandidaten für  den Wahlkreis 202 Eifelkreis/Vulkaneifelkreis und Teile vom Kreis Bernkastel-Wittlich: Clemens Ruhl aus Pelm (ÖDP), Markus Riebschläger aus Gillenfeld (Die Partei), Oliver Eisinger aus Wittlich (WiR2020), Patrick Schnieder aus Arzfeld (CDU), Lena Werner aus Wittlich (SPD), Beate Härig-Dickersbach aus Pelm (AfD), Dorothea Hafner aus Gerolstein-Oos (Bündnis 90/Die Grünen), Manuel Eppers aus Herforst (Die Linke), Christoph Lutz aus Trier (dieBasis), Ralf Markus Berlingen aus Daun (FDP) und Petra Fischer aus Oberkail (Freie Wähler).

Außerdem erhalten Sie auf volksfreund.de alle Informationen zum Wahlkreis Trier und zum Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück bei der Bundestagswahl 2021.

(axw)